Schweizer dominieren Snowboard-RTL in Sölden: Schoch führt Vierfachtriumph an
- Jaquet, Eiselin und Inniger komplettieren Erfolg
- Doresia Krings feiert am Samstag Sieg bei Damen-RTL
Die Schweizer Snowboarder waren am Sonntag beim Weltcup-Parallel-Riesentorlauf der Herren in Sölden eine Klasse für sich. Auf dem Rettenbachferner, auf dem am Samstag bei den Damen die Salzburgerin Doresia Krings triumphiert hatte, holte sich Olympiasieger Philipp Schoch bei strahlendem Sonnenschein den Sieg, hinter dem 25-Jährigen folgten seine Landsmänner Gilles Jaquet, Urs Eiselin und Heinz Inniger. Der Kärntner Siegfried Grabner belegte als bester Österreich Rang sechs, der Tiroler Lukas Grüner wurde Achter.
Weltmeister Grabner war nach dem Europa-Auftakt der Boarder mit seinem sechsten Platz zufrieden. "Heute war es extrem schwierig. Es war sehr eisig, bei jedem Tor kam der Gletscher raus. Keinen Fehler zu machen, war unmöglich. Wer die wenigsten gemacht hat, hat gewonnen", berichtete der 29-Jährige, der zur Dominanz der Schweizer meinte: "Die Schweizer entwickeln sich schön langsam zu einer richtigen Plage, wir werden sie aber schon wieder einbremsen."
Kommende Woche gastiert der Snowboard-Weltcup in den Niederlanden, in einer Halle in Landgraaf stehen ein Damen- und Herren-Parallel-Rennen auf dem Programm. Für den Bewerb in den Niederlanden kündigte Grabner bereits Wiedergutmachung an: "Dort steht die Revanche gegen meine Schweizer Freunde an."
Krings siegt bei Damen
Doresia Krings hat am Samstag im FIS-Snowboard-Weltcup ihren Vorjahressieg in Sölden wiederholt. Die Salzburgerin gewann am Samstag auf dem Rettenbachferner den ersten Parallel-Riesentorlauf der Saison durch einen Finalsieg über die Schweizerin Ursula Bruhin. Rang vier ging mit Claudia Riegler an eine weitere Salzburgerin, sie musste sich im Rennen um Platz drei der Französin Julie Pomagalski geschlagen geben.
Nach dem gelungenen Auftakt in Chile mit dritten Plätzen durch Krings und Riegler startete Krings optimal in die Europa-Rennen. "Ich war heute so ruhig wie noch nie vor einem Rennen. Der steile Hang kommt mir zu Gute, mit scheint dieser Hang wie auf den Leib geschnitten zu sein", erklärte die 27-Jährige nach ihrem sechsten Weltcup-Sieg, ihrem dritten im Parallel-RTL nach Valle Nevado und Sölden im Herbst des Vorjahres.
Krings, die im Halbfinale ihre Angstgegnerin Pomagalski eliminiert hatte, zog sich im letzten Lauf eine leichte Oberschenkelzerrung zu und wird beim Rennen in Landgraaf (NED) daher fehlen. Ich will diese leichte Verletzung auskurieren, die Saison ist noch lange", meinte Krings.
(apa)
