Sonntag, 24. Oktober 2004

Trotz miesen Tabellenstands: Kurt Jara bleibt Trainer beim 1. FC Kaiserslautern

  • Vorstandschef Jäggi: "Kein Anlass, ihn zu entlassen"
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Nach dem 0:0 gegen Leverkusen erhielt Kurt Jara trotz des Verbleibs im Tabellenkeller Rückendeckung von höchster Stelle, eine Job-Garantie gab es für den Kaiserslautern- Coach aber nicht. "Jara bleibt Trainer. Es gibt keinen Anlass, ihn zu entlassen. So lange wir aber auf einem Abstiegsplatz stehen, sind wir dazu verpflichtet, über bestimmte Dinge zu diskutieren", sagte Vorstandschef René C. Jäggi.

Der Österreicher selbst wertete die 90 Minuten gegen die enttäuschende Werkself als Signal, dass die Chemie zwischen ihm und den Spielern noch stimmt, doch die Leistung der Pfälzer war nur in Ansätzen bundesligareif. "Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie mit mir arbeiten will. Wenn sie so weiter macht, kehrt auch das Glück zurück", stellte der vor allem bei den Fans umstrittene Tiroler fest.

Auch für Jäggi war das Spiel ein Zeichen dafür, dass Jara sein Team noch erreicht. "So lange dies der Fall ist, gehe ich mit ihm durchs Fegefeuer. Es gibt daher keine Fristen, aber Benchmarks. Wir müssen endlich schönen Fußball spielen und uns ins Mittelfeld hoch hangeln", forderte der Schweizer von seiner nach neun Runden das Tabellenende zierenden Mannschaft. Abgeschlagen sind die Pfälzer allerdings noch keineswegs, trennen sie doch nur drei Punkte vom z.B. elften Platz.

Sieben Punkte aus neun Spielen sind aber viel zu wenig, um Ruhe am Betzenberg einkehren zu lassen. Dies weiß auch Jäggi, der die Profis zur Wochenmitte mit einer Brandrede aufgerüttelt hatte. "Ich habe Tacheles geredet. Es ging um Ehre, Moral und den Verein", plauderte der Chef aus dem Nähkästchen. Der Einsatz der "Roten Teufel" war dann auch sichtbar, spielerische Defizite und individuelle Schwächen jedoch ebenso.

(apa)

24.10.2004 14:46