Melzer musste Doppel absagen: Deutlich weniger Zuschauer bei der BA-CA-Trophy
- Feigl: 'Spiegelt diese vermeintliche Euphorie nicht wider'
- Koubek und Peya als letzte Österreicher rausgeflogen
·BA-CA-Trophy auch heuer ohne Ö-Sieg
Mit Koubek und Peya letzte Österreicher raus geflogen
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der BA-CA-Trophy
Die Auslosung des Turniers in der Stadthalle
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Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
Ein Unglück kommt selten allein. Nachdem mit Stefan Koubek und Alex Peya Donnerstagabend die letzten Österreicher im Einzel ausgeschieden waren, musste Jürgen Melzer wegen seiner Schulterverletzung auch noch für das Doppel absagen. Damit ging die BA-CA-Trophy in Wien ohne heimische Spieler in die letzten Tage. Zudem fanden sich am vierten Turniertag deutlich weniger Zuschauer in der Stadthalle ein, was nicht nur Co-Turnierdirektor Peter Feigl nachdenklich stimmte.
Der Ex-Profi verstand im ersten Moment die Welt nicht. "Ich höre und sehe nach dem Daviscup eine Tennis-Euphorie. Dann haben wir gute Partien, David Nalbandian, Nicolas Massu, Tommy Haas und zwei Österreicher spielen an einem Tag, trotzdem kommen sechs- bis siebenhundert Zuschauer weniger als am Donnerstag des Vorjahres. Das irritiert und spiegelt diese vermeintliche Euphorie nicht wider", wunderte sich Feigl und wusste im ersten Moment diese Signale nicht wirklich zu deuten. "Vielleicht ist der Österreich-Bonus für das Turnier doch nicht so, wie er allgemein eingeschätzt wird", lautete eine seiner Erklärungen.
Keine finanzielle Einbußen durch schwaches Abschneiden der Österreicher
Im Erstaunlichen liegt freilich auch der Keim für eine Hoffnung. "Wenn ein Tommy Haas ins Finale kommt, was ich glaube, ist alles wieder gut", ist Feigl überzeugt. "Nur weil die Österreicher draußen sind, haben wir weder finanzielle Einbußen noch einen Image-Verlust." Was umgekehrt heißt, dass ein "namenloses" Finale weniger gut wäre, quasi "ein bissl ein Kitz-Trauma". Feigl: "Denn Wien hatte immer Sieger mit Namen."
Top-Spieler treten in dieser Woche nicht an
Dass die ganz großen Namen in dieser Oktober-Woche aber gar nicht verfügbar sind, liegt freilich nicht an Wien sondern eher an der starken Asien-Konkurrenz. "Nalbandian bei uns und Safin in Moskau sind diese Woche die topgesetzten Spieler bei den ATP-Turnieren. Die anderen spielen gar nicht, sind auch nicht mit viel Geld zu locken, das stimmt bedenklich", ist sich Feigl bewusst. "Wenn ein Roger Federer diese Woche bei uns spielen möchte, müsste er vier Wochen durchspielen."
Wechselt Wien-Turnier ins Frühjahr?
Deshalb denkt man in Wien seit geraumer Zeit über eine zeitliche Veränderung nach. Man könnte aus dieser Woche raus gehen oder ins Frühjahr wechseln, so die Überlegungen. Vielleicht, so Feigl, sind alle Pläne aber ohnehin obsolet, "denn einen Asien-Boom hatten wir bereits einmal, die meisten Turniere sind aber wieder verschwunden."
"Absichtlich verliert von uns keiner"
Ob in Österreich nun ein neuer Tennis-Boom heran dräut, konnte auch Alexander Peya nicht schlüssig beantworten. "Es ist schwierig, so etwas an einem Tag fest zu machen", schwächte er aber ab. "Wenn bei den US Open drei Österreicher in der dritten Runde sind, sagen alle super. Jetzt in Wien könnte man natürlich wieder schwarzmalen. Aber ein Tennisprofi spielt 30 bis 35 Turniere im Jahr und absichtlich verliert von uns sicher keiner."
