Mittwoch, 13. Oktober 2004

Linz bekommt einen Olympiastützpunkt: Die Gugl wird um 2,5 Mio. Euro ausgebaut

  • Vertrag fix von LH Pühringer und ÖOC-Präsident Wallner
  • Lahme Umsetzung? Kritik von Ex-Schwimmerin Lischka

Im Zuge einer Pressekonferenz im Linzer Landhaus besiegelten Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (V) und ÖOC-Präsident Leo Wallner am Mittwoch mit ihrer Unterschrift die Einrichtung eines Olympiastützpunktes des ÖOC auf der Linzer Gugl. Die neuen Räumlichkeiten, die sich das Land Oberösterreich rund 2,5 Millionen Euro kosten lässt, sollen je nach Auslastung zwischen 80 und 120 heimischen Spitzensportlern aller Sparten optimale Trainingsbedingungen bieten.

"Bis Jahresende sollen alle baulichen Justierungen fertig gestellt sein", kündigte Pühringer an. Während ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth von einer "überaus wichtigen Plattform" sprach, freute sich Präsident Wallner über die gute Zusammenarbeit mit dem Land. "Ich bin sehr froh, dass Oberösterreich bei dem Projekt so kräftig mitzieht."

Das Linzer Olympiazentrum auf der Gugl soll in Zukunft neben dem bereits bestehenden Heeressportzentrum für 40 Athleten auch um eine aufgewertete medizinische und sportwissenschaftliche Abteilung erweitert werden. Geht es nach dem ÖOC, dann soll in Linz außerdem die Forschung kräftig vorangetrieben werden.

Landtags-Abgeordnete Vera Lischka (S) kritisierte allerdings in einer Aussendung die verspätete Umsetzung des Projektes. "Schon 2000 wurden Planungen für einen Olympiastützpunkt auf der Gugl in Auftrag gegeben", stellte die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin fest. (apa)

13.10.2004 13:49