Platz fünf über 100 Meter Brust: Mirna Jukic bei WM mit Aufwärtstrend
- Judith Draxler verpasst Final-Einzug knapp
- Crocker sorgt bei Herren für Delfin-Weltrekord
·Draxler souverän ins Kraul-Halbfinale
Über 50 m Delfin Rang 8. Jukic in 100 m Brust Finale
Europameisterin Mirna Jukic hat sich am vorletzten Wettkampftag der 7. Schwimm-Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Indianapolis für einen Podestplatz über 200 m Brust empfohlen. Die 18-Jährige kam nach ihrem achten Platz über 50 m Brust über die 100 m Brust auf Rang fünf. In 1:07,98 Minuten war die Gymnasiastin um 1/100 schneller als im WM-Endlauf 2002 in Moskau, als sie über diese Distanz Siebente wurde. Im Kraul-Sprint schied Judith Draxler als Halbfinal-Zehnte aus.
Über die mittlere Brust-Strecke war Jukic weit von einer Medaille entfernt, Bronze ging in 1:06,33 Minuten an die US-Amerikanerin Tara Kirk. Der Sieg ging mit dem WM-Rekord von 1:05,36 an Brooke Hanson, die Australierin holte damit ihren dritten Titel bei diesen Titelkämpfen und kurz danach über 200 m Lagen sogar Gold Nummer vier. Damit zog sie mit ihrer Landsfrau Kaitlin Sandeno gleich. Wie über 50 m Brust schlugen hinter Hanson ihre Landsfrau Jade Edmistone (1:05,97), Kirk und Amanda Beard (1:06,71) an.
Draxler spürte Zeitumstellung
Draxler hielt sich in einem äußerst starken Feld gut, verpasste den Aufstieg aber um 19/100 Sekunden. In 25,12 Sekunden war sie dafür um 19/100 zu langsam, ihre Bestzeit verfehlte die Feldbacherin um 31/100. Trainer-Bruder Alfons Draxler kannte den Grund:
"Einerseits erlaubt das Becken keine sehr schnellen Zeiten, andererseits spürt Judith die Zeitumstellung. Es ist schade, da es für sie die letzte WM ist. Mit dem Erreichen des Delfin-Finales kann sie aber zufrieden sein." Die 34-Jährige wird im Dezember ihre Karriere beenden.
Weltrekord durch Crocker
Die herausragende Leistung der Abend-Session bot Ian Crocker, der US-Amerikaner siegte über 50 m Delfin trotz der nicht optimalen Bedingungen in der Weltrekordzeit von 22,71 Sekunden. Die bisherige, am 26. Jänner 2002 beim Weltcup-Meeting in Berlin fixierte Bestleistung des Australiers Geoff Huegill stand auf 22,74. Es war der zweite Weltrekord bei dieser WM. Den zweiten US-Sieg des Tages feierte die 4x100-m-Kraul-Staffel der Damen in der Besetzung Amanda Weir, Kara Lynn Joyce, Lindsay Benko und Jenny Thompson in 3:35,07.
Im Rücken-Sprint der Herren setzte sich der Deutsche Thomas Rupprath in 23,51 Sekunden vor dem Australier Matt Welsh (23,60) durch, Rogans US-Trainingspartner Peter Marshall (23,93) sicherte sich vor seinem Landsmann und Triple-Olympiasieger Aaron Peirsol (24,03) Bronze. Hanson führte auch über die lange Lagen-Distanz einen australischen Doppelsieg an, in 2:09,81 lag sie um 77/100 vor Lara Carroll. Einen weiteren WM-Rekord markierte die US-Amerikanerin Haley Cope über 50 m Rücken in 27,14 Sekunden. (apa)
