US-Wahlschlacht wird immer härter: Bush und Kerry duellieren sich aus der Ferne
- Kandidaten werben um Stimmen in "Swing States"
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Nach ihren drei Fernsehdebatten haben sich US-Präsident George W. Bush und sein Herausforderer John Kerry am Freitag bei separaten Wahlkampfauftritten ein Duell aus der Ferne geliefert. Kerry warf Bush dabei unter anderem eine unilaterale Außenpolitik und das Zerstören jahrzehntealter Allianzen vor.
"Die Welt wartet auf das Amerika, das es kennt und liebt", sagte der demokratische Kandidat vor rund 5000 Anhängern in der Stadt Appleton zum Auftakt einer eintägigen Wahlkampftour durch den US-Bundesstaat Wisconsin. "Amerika ist am effizientesten, wenn wir Freunde und Verbündete an unserer Seite haben und zusammen mit anderen Nationen vorgehen."
"Die Welt wartet auf das, was ihr tut", sagte Kerry weiter, der auf der Bustour auch von der US-Nationalmannschaft im Damen-Fußball begleitet wird. "Ihr wählt nicht nur den Präsidenten der Vereinigten Staaten, sondern den Führer der freien Welt." Bush erneuerte bei seinem Auftritt im US-Bundesstaat Iowa seine Kritik an Kerrys Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Bush: Kerry will höhere Steuern
"Die Wirtschaft bewegt sich vorwärts und wir werden nicht zurückkehren zu der alten Nachfrage-Politik", sagte Bush, der Kerry im Wahlkampf das Eintreten für höhere Steuern vorwirft und eine ausgabenfixierte Politik vorwirft. Kerrys Politik erkenne nicht die sich verändernden Realitäten und die Notwendigkeit von Reformen, sagte Bush.
Einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Zogby International liegt Bush mit 48 Prozent vor Kerry, der nur noch auf 44 Prozent der Stimmen kommt. Zuvor hatten Umfragen ein Patt zwischen den beiden Kandidaten ergeben, nachdem Kerry bei den drei Fernsehduellen Sympathien für sich verbuchen konnte.
In den "Swing States" wird die Wahl gewonnen
Die Kontrahenten nutzen die letzten Wochen vor der Wahl am 2. November, um Stimmen in den wenigen so genannten Swing States zu werben, wo das Rennen noch nicht für einen der beiden Bewerber gelaufen ist. Iowa und Wisconsin, die bei der letzten Wahl im Jahr 2000 knapp an die Demokraten gegangen waren, gehören zu diesen Bundesstaaten.(apa)
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