Donnerstag, 14. Oktober 2004

Explosion in Bagdad, Angriff auf irakische Nationalgarde: Wieder über 20 Tote im Irak

  • Ursache der Detonationen unklar

Bei zwei Explosionen im Bagdader Regierungsviertel sind am Donnerstag Angaben von Krankenhäusern zufolge mindestens acht Menschen getötet worden. Zunächst waren weder die Ursache noch der genaue Ort der Explosionen klar. Dicker Rauch stieg aber über dem Haupteingang zu dem "Grüne Zone" genannten Bereich auf. "Überall waren Körperteile zerstreut", hieß es in einem Krankenhaus, das auf dem streng abgeschirmten Gelände liegt. "Es können mehr als acht Tote sein. Einige Menschen sind verletzt."

In der Zone sind die irakische Übergangsregierung sowie die Botschaften der USA und Großbritanniens untergebracht. Sie war bereits mehrfach Ziel von Anschlägen und Granatenangriffen.

Bei einem Bombenanschlag in der nordirakischen Stadt Mossul (Mosul) wurde Ärzten und Polizei zufolge ein Zivilist getötet und sechs irakische Soldaten verletzt. Wenig später explodierte eine Autobombe, die offenbar gegen einen US-Militärkonvoi gerichtet war. Ob es dabei Opfer gab, war zunächst nicht bekannt. Erst am Vortag hatte ein Selbstmordattentäter in Mossul zwei US-Soldaten getötet und fünf weitere verletzt.

Bei einem Angriff auf einen Posten der irakischen Nationalgarde sind 15 Nationalgardisten getötet worden. Unbekannte hätten in der Nacht zum Donnerstag den Stützpunkt in der Stadt Kaim angegriffen, die ein Polizeisprecher mitteilte. Die Angreifer hätten sich anschließend der Waffen der Nationalgardisten bemächtigt. Weitere Informationen über den Hergang des Überfalls oder die Identität der Angreifer lagen zunächst nicht vor. Die Stadt Kaim liegt unweit der syrischen Grenze im oberen Euphrat-Tal.
(apa)

14.10.2004 13:48