Außerehelicher Geschlechtsverkehr: Nigerianerin zum Tode verurteilt
- 29-Jährige erwartet uneheliches Kind, jetzt droht Steinigung
Eine 29-jährige geschiedene Frau ist in Nigeria zum Tod durch Steinigung verurteilt worden, weil sie ein uneheliches Kind bekommt. Das oberste Schariagericht in Bauchi habe es als erwiesen angesehen, dass Hajara Ibrahim außerhalb der Ehe Geschlechtsverkehr gehabt habe, sagte ein Sprecher des Bundesstaates Bauchi am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.
Die junge Frau habe gestanden, eine Affäre mit einem 35 Jahre alten Mann gehabt zu haben, der ihr versprochen habe, sie zu heiraten. Vor Gericht sagte dieser jedoch aus, Ibrahim nicht zu kennen. Nach Angaben des Sprechers lebt die 29-Jährige bis zur Geburt bei ihren Eltern. Ob sie Berufung gegen das Urteil einlegen werde oder vor Gericht einen Anwalt hatte, war unklar.
Die Scharia, das islamische Recht, wurde 1999 unter Missachtung der nigerianischen Verfassung in zwölf von 36 Bundesstaaten wieder eingeführt. Den Scharia-Gesetzen zufolge werden Ehebrecher gesteinigt und Dieben wird die Hand abgehackt. Bisher wurde aber kein Todesurteil durch Steinigung vollstreckt. (apa)
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