Totales Chaos nach Afghanistan-Wahl: Auch Präsident Karzai reicht Klage ein!
- 3 weitere Kandidaten fechten Urnengang ebenfalls an
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Vier Tage nach der Präsidentenwahl in Afghanistan haben auch der amtierende Präsident Hamid Karzai und drei weitere Kandidaten Klagen bei der amtlichen Wahlkommission eingereicht. Neben Karzai hätten sein Hauptkonkurrent Junis Kanuni, Mohammed Mohakik und Ghulam Faruk Nijrabi schriftliche Eingaben gemacht, teilte ein Sprecher des Gremiums am Mittwoch in Kabul mit. Über den Inhalt der Klagen machte der Sprecher keine Angaben. Nach Angaben von Behördenvertretern sollte die Stimmauszählung noch im Laufe des Tages beginnen.
Unmittelbar nach der Wahl hatten insgesamt 14 Kandidaten, zu denen Karzai nicht zählte, Beschwerden wegen Unregelmäßigkeiten geäußert. Unter anderem soll die die Tinte, mit der die Daumen der Wähler zur Verhinderung von Mehrfach-Stimmabgaben markiert wurden, abwaschbar gewesen sein. Mehrere der Beschwerdeführer, unter ihnen Kanuni, milderten ihre Proteste jedoch einen Tag später ab.
Einer Umfrage des International Republican Institute (IRI) zufolge erreichte Karzai bei der Präsidentenwahl am vergangenen Samstag die absolute Mehrheit. Zwischen Karzai und dem zweitplatzierten Kandidaten Kanuni liege eine Differenz von 46 Prozentpunkten. Zwei Kandidaten teilten sich mit je fünf Prozent der Stimmen den dritten Rang, teilte das Institut in der afghanischen Hauptstadt ohne Nennung der Namen mit. Zwölf Kandidaten hätten je ein Prozent oder weniger erhalten. Karzai habe 86 Prozent der paschtunischen und 37 Prozent der tadschikischen Wählerstimmen auf sich vereint, Kanuni zwar ebenfalls 37 Prozent der tadschikischen Stimmen, aber nur 4,4 Prozent der paschtunischen. (apa/red)
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