US-Armee in der Offensive: Präzisions-schlag gegen Aufständische in Falluja
- Angriff auf mutmaßliches Zarqawi-Versteck
- Bevölkerung entrüstet: "Zarqawi kommt nicht hierher"
Die US-Armee hat einen weiteren Luftangriff auf die Widerstandshochburg Falluja durchgeführt, der einem Unterschlupf des Al-Kaida-Verbündeten Abu Mussab al Zarqawi gegolten haben soll. Vier Menschen seien dabei getötet worden. Bei den Opfern habe es sich um Beschäftigte eines Restaurants gehandelt. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurde das Lokal im Zentrum der Stadt komplett zerstört.
"Nach dem Beschuss waren weitere Explosionen zu hören. Dies zeigt, dass es dort sehr wahrscheinlich ein Lager von Waffen und Sprengsätzen gab", teilte die US-Armee mit.
Terroristen hätten von diesem Gebäude aus häufig Angriffe und Attentate geplant, darunter auf die irakische Übergangsregierung, die irakischen Sicherheitskräfte, US-Koalitionskräfte und unschuldige Zivilisten. Auf diese Weise hat die US-Armee auch die vorhergehenden gezielten Angriffe auf Gebäude in der Stadt 50 Kilometer westlich von Bagdad begründet.
Im Fernsehen waren Bilder von Menschen zu sehen, die die Trümmer des Gebäudes durchsuchten. "Zarqawi kommt nicht hierher", sagte ein Einwohner. "Wo ist Zarqawi? Wir haben Zarqawi nie gesehen!" Zarqawis Gefolgschaft hat sich zu zahlreichen Attentaten bekannt. Seine Anhänger haben zudem mehrere ausländische Geiseln entführt und getötet. Bei US-Luftangriffen auf Falluja starben nach Angaben irakischer Ärzte seit Juni mindestens 200 Menschen.
(apa/red)
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