Grauenvoller Lkw-Unfall in Oberösterreich:
Sattelschlepper verliert Hänger, zwei Tote
- Auto prallte gegen Anhänger. Zwei Schwerverletzte
Zwei Tote und zwei Verletzte forderte Freitag früh ein Lkw-Unfall in Waizenkirchen (Bezirk Grieskirchen) in Oberösterreich. Der Anhänger eines Sattelzuges hatte sich gelöst und zwei entgegenkommende Fahrzeuge gerammt. Deren Lenker kamen dabei ums Leben.
Kurz nach 6.30 Uhr war ein 38-jähriger Kraftfahrer aus dem Bezirk Eferding mit seinem Sattelzug auf der B129, der Eferdinger Bundesstraße, unterwegs. Aus vorerst unbekannter Ursache löste sich der mit Motoren beladene Anhänger vom Zugfahrzeug, geriet auf die linke Fahrbahnseite und rammte einen entgegenkommenden Kleinlaster, "dessen gesamter Aufbau weggerissen wurde", schilderte ein Gendarm. Die drei Insassen aus Heiligenberg im Bezirk Grieskirchen waren auf dem Weg zur Arbeit gewesen.
Für den 29-jährigen Lenker kam jede Hilfe zu spät, der Familienvater starb noch an der Unfallstelle. Sein 58-jähriger Beifahrer wurde mit schweren Verletzungen vom Notarzthubschrauber ins Linzer Allgemeine Krankenhaus geflogen. Ein 26-Jähriger, der auf der Rückbank gesessen war, wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und leicht verletzt ins Krankenhaus Grieskirchen eingeliefert.
Anschließend prallte der herrenlose Anhänger gegen den entgegenkommenden Pkw eines 46-jährigen Arbeiters aus Waizenkirchen. Ein weiterer Notarzthubschrauber flog den Mann ins Linzer Unfallkrankenhaus, wo er am Vormittag seinen schweren Verletzungen erlag.
Der 38-jährige Kraftfahrer des Sattelschleppers blieb unverletzt. Ein Sachverständiger war am Freitag an Ort und Stelle, um die genaue Unfallursache zu klären, sagte der Gendarm. Die B129 blieb bis 13.00 Uhr gesperrt.
Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) warnte nach dem Unfall, "dass durch den Lkw-Ausweichverkehr auf die Bundesstraßen das Unfallrisiko deutlich steigt". Lastwagenunfälle würden jeden sechsten Verkehrstoten verursachen. Der VCÖ fordere mehr Kontrollen sowie eine Ausdehnung der Lkw-Maut auf Ausweichrouten, hieß es in einer Presseaussendung am Freitag.
(apa/red)
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