Donnerstag, 14. Oktober 2004

Überfall auf Filiale der Erste Bank in Wien-Wieden: Zwei Verdächtige in Haft!

  • Polizei: Noch unklar, ob es sich um die Täter handelt

Vor der Klärung könnte ein Banküberfall stehen, der sich Donnerstagfrüh in Wien-Wieden ereignet hat. Zwei Männer hatten eine Filiale der Erste Bank beim Südtiroler Platz ausgeraubt, noch am selben Tag wurden im Zuge der Sofortfahndung zwei Slowaken als Verdächtige festgenommen. Sie hielten sich unweit des Tatortes am Südbahnhof auf. Bei der Polizei war man am Abend aber noch skeptisch, ob es sich wirklich um die Täter handelt.

Der Grund für die Zurückhaltung der Ermittler: Zwar hätten die beiden Schreckschusspistolen mit sich geführt, diese würden aber nicht zu den Waffen passen, die auf den Videos der Überwachungskameras zu sehen seien, sagte ein Ermittler der Kriminaldirektion 1. Einer der Festgenommenen weise allerdings Ähnlichkeiten mit einem der gefilmten Täter auf. Auch eine Bankangestellte hätte den Mann als möglichen Räuber identifiziert, "wobei wir aber aus Erfahrung wissen, dass das mit Vorsicht zu genießen ist", betonte der Beamte.

Gegen 9.10 Uhr hatten zwei bewaffnete Männer die Bankfiliale betreten. Einer bedrohte die Kassierin mit einer Pistole, während der Zweite über das Kassenpult sprang und sich selbst aus der Kassa bediente. Zugleich musste eine weitere Angestellte den Tätern Geld aushändigen. Anschließend flüchteten die Täter mit einem "niedrigen sechsstelligen Betrag", wie der Kriminalist erklärte. Sicherheitswachebeamte entdeckten die zwei Verdächtigen schließlich beim Südbahnhof. Einer saß in einem Lokal, ein anderer hielt sich auf dem Areal auf.

Laut Polizei waren die Räuber am Tatort 20-30 Jahre alt, 1,70-1,75 Meter und 1,75-1,80 Meter groß und schlank. Beide waren mit einer Sonnenbrille maskiert. Ein Mann war bekleidet mit schwarzer Jacke, schwarzem Sweater mit weißem Aufdruck, heller Hose mit auffällig breitem, weißen Gürtel, der andere trug eine weiße Baseballkappe, einen schwarzen Sweater und eine helle Hose. Hinweise werden erbeten unter 31310-36120 (Kriminaldirektion 1/Gruppe Unger). (apa)

14.10.2004 17:27