Mittwoch, 13. Oktober 2004

Grausiger Unfall in oberösterreichischem Garsten: Bäuerin wurde Hand abgetrennt

  • Geriet in das Rad eines Gebläses
  • Extremität der 62-Jährigen war "nicht mehr zu erhalten"

Einer Altbäuerin aus Garsten (Bezirk Steyr-Land) in Oberösterreich ist am Dienstagnachmittag die linke Hand abgetrennt worden. Laut Sicherheitsdirektion war die 62-Jährige aus unbekannter Ursache in das drehendes Schwungrad eines Gebläses, mit dem Mais in einen Silo befördern wird, geraten. Die Hand der Frau sei nicht zu erhalten gewesen, teilte das Landeskrankenhaus Steyr mit.

Auf dem Bauernhof in Garsten wurden am Dienstag so genannte Mexarbeiten durchgeführt. Dabei werde der Mais zerkleinert und in den Silo befördert, erklärte ein Gendarm. Als sich das Gebläse verstopfte, versuchten es zwei Arbeiter zu reinigen. Sie kuppelten die angehängte Zugmaschine aus und unterbrachen so den Antrieb durch die still gelegte Zapfwelle. Anschließend öffneten sie den Deckel des Gebläses.

Kurz nach 15.00 Uhr geriet die 62-jährige Altbäuerin aus bisher unbekannter Ursache mit der Hand in das zuerst stillstehende, dann plötzlich drehende Schwungrad. "Dabei wurde ihr die linke Hand im Bereich Mitte des Unterarmes abgetrennt", teilte die Sicherheitsdirektion mit. Die Frau wurde in das Krankenhaus Steyr eingeliefert. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut, sie liege zur Beobachtung auf der Intensivstation, gab das Spital am Mittwoch bekannt.
(apa)

13.10.2004 11:52