Myteriöser Tod in Vorarlberg: Frau nach Skinhead-Party tot aufgefunden!
- Rechtsextreme aus ganz Europa bei Treffen mit dabei
Eine 23-jährige Münchnerin ist Dienstag Früh im Wasser der Bolgenach im Bregenzerwald tot aufgefunden worden. Die Frau hatte gemeinsam mit mehreren Bekannten am Samstag in Krumbach eine Party rechtsextremer Skinheads besucht. Wie die Sicherheitsdirektion Vorarlberg mitteilte, hatte die Münchnerin gegen zwei Uhr die Party verlassen, um auf die Toilette zu gehen. Sie kehrte nicht mehr zurück.
Nachdem die 23-Jährige auch am Sonntag verschollen blieb, erstatteten ihre Freunde Anzeige. Eine Dienstag früh im Bereich des Festgeländes durchgeführte Suchaktion, brachte schließlich ein Ergebnis. Der Leichnam der Frau wurde direkt unter dem Festgelände in der Bolgenach gefunden. Eine gerichtsmedizinische Obduktion wurde angeordnet.
Das Skinhead-Konzert am Wochenende im Bregenzerwald fand für die Exekutive überraschend statt. Vermutet hatte man, dass das Konzert in der Ostschweiz stattfinden sollte. Bekannt war, dass ein Rastplatz in Vorarlberg als Sammelplatz dienen soll, sagte der Vorarlberger Sicherheitsdirektor Elmar Marent gegenüber Radio Vorarlberg. Dieser Rastplatz sei auch überwacht worden, völlig unerwartet ging die Fahrt der Skinheads dann aber nicht in die Schweiz, sondern in den Bregenzerwald, so Marent. Rund 450 Skinheads aus dem mitteleuropäischen Raum trafen sich schließlich bei einem Ferienheim zwischen Doren und Krumbach.
Deutliche Kritik kam mittlerweile von der Sozialistischen Jugend Vorarlbergs. In einer Aussendung warfen sie der Sicherheitsdirektion Vorarlberg "stille Duldung" der Skinhead-Aktionen im Land vor. Auf Grund des Verfolgungsdrucks im angrenzenden Bodenseeraum sei Vorarlberg die Drehscheibe der Skinhead-Szene. Rings um Vorarlberg könne keine derartige Veranstaltung ungehindert stattfinden. (apa)
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