Gehrer schlägt zurück: Publizistikinstitut ist an Studien-Misere selber schuld
- Verbesserung Sache des Rektorats und der Vorstände
- Gehrer: Keine Rückzahlung der Studiengebühren
·Nein zur Anmietung von Uni-Professoren
Zu wenig Betreuer: Gehrer stellt sich "blind und taub"
·3.000 Studierende verlieren Abschluss!
Publizistikinstitut nimmt keine Diplomarbeiten an
·AK: Teures Minus am Studentenkonto
Überziehungszinsen bis zu 9,5 Prozent möglich
Bildungsministerin Gehrer übt im Zusammenhang mit der Situation am Wiener Publizistikinstitut scharfe Kritik an der dortigen Institutsleitung. Diese hatte kürzlich wegen Personalmangels einen Diplomarbeitsstopp verhängt. Gehrer verwies darauf, dass es dort jedes Jahr Probleme gebe. Es liege in der Verantwortung des Institutsvorstands, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, meint die Ministerin.
Gehrer verwies vor der Sitzung des Ministerrats darauf, dass die Verbesserung der Studiensituation Aufgabe des Rektorats der jeweiligen Universität sowie der jeweiligen Institutsvorstände sei. Im Bezug auf die beklagte Raumnot auf der Publizistik will sich Gehrer die Auslastung des Hörsaalzentrums im Alten AKH ansehen. Sie habe jedenfalls Meldungen, dass dieses nicht ausgelastet sei, so die Ministerin.
Die Rückzahlung der Studiengebühren an Studenten, die wegen organisatorischer Mängel ihr Studium nicht weiter führen können, kann sich Gehrer aber nicht vorstellen. Auf die Frage, was sie einem Studenten sagen würde, der eine solche Rückzahlung einklagen möchte, meinte die Ministerin, sie würde ihn darauf hinweisen, dass der Studienbeitrag nur "ein kleiner Teil der Kosten ist, die er dem Steuerzahler jährlich verursacht."
(apa)
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