Dienstag, 12. Oktober 2004

Großer Schlag gegen Kinderpornoszene: 15 Hausdurchsuchungen in Österreich

  • Zahlreiche Computer und Datenträger beschlagnahmt
  • Aktion unter der Leitung des Bundeskriminalamtes

Der Polizei ist am ein Schlag gegen die Kinderpornografie gelungen. Bei 15 Verdächtigen des Tauschhandels mit kinderpornografischen Bildern wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt. Gegen die Verdächtigen wurde Anzeige erstattet, einige haben bereits gestanden, sagte Gerald Hesztera, Sprecher des Bundeskriminalamtes.

Seit dem Sommer hatten sich die Fahnder des Bundeskriminalamtes (BK) in so genannte Filesharing-Netzwerke eingeklinkt, wo man im Internet einen regen Tauschhandel mit kinderpornografischen Bildern führte. Dabei wurden die 15 Verdächtigen in Österreich ausgeforscht. In den frühen Morgenstunden schlugen die Kriminalisten in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark sowie in Tirol und in Kärnten zu. Zeitgleich um 6.00 Uhr wurden an den 15 Adressen Hausdurchsuchungen durchgeführt.

Die Aktion "Cinderella" wurde vom BK koordiniert und von Polizei und Gendarmerie unterstützt. Zahlreiche Computer, Datenträger und sonstige einschlägige Unterlagen wurden sichergestellt. Ziel der Aktion war es, Beweismaterial gegen mutmaßliche Besitzer und Vertreiber von Kinderpornos sicherzustellen. Alle Verdächtigen stehen im Verdacht, das kinderpornografische Material nicht nur besessen, sondern auch weitergegeben haben, erklärte Hesztera.

Die österreichischen Fahnder gelang nicht nur ein Schlag gegen heimische Verdächtige dieser Szene, auch drei Verdächtige in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden wurden ausgeforscht und deren Daten bereits vor einigen Wochen an die Kollegen in ihren Heimatländern weitergegeben.

(apa/red)

12.10.2004 11:10