Unappetitliches Vergnügen in Norwegen: Touristen dürfen Seehunde erschießen
- Ab nächstem Jahr ist Seehundjagd für Touristen legal
- Ausländische Gäste sind dann mit Gewehren bewaffnet

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Vom nächsten Jahr an dürfen ausländische Touristen in Norwegen auf Seehundjagd gehen. Wie Silje Vrangen von der Fischereibehörde in Oslo am Dienstag erklärte, sollen auf diese Weise die Abschussquoten erfüllt werden. Neben der Verkleinerung der Seehundbestände sei ein weiterer Vorteil der Regelung, dass Besucher Geld in die Küstenregionen bringen.
Während ihres Aufenthalts können schießwütige Touristen die bis zu drei Meter langen Kegelrobben und den Gemeinen Seehund jagen. In diesem Jahr wurden von den 1.235 zum Abschuss freigegeben Tieren erst 1.098 erlegt. Der Hunger der geselligen Tiere ist den Fischern ein Dorn im Auge, zudem stehen sie im Verdacht, Parasiten auf Fische und Vögel zu übertragen.
Touristen mit Gewehren
Nach einem Beschluss des norwegischen Parlaments dürfen nur ausgebildete Weidmänner unter ortskundiger Führung jagen. Jungtiere sind vom Abschuss ausgenommen. Einige Unternehmen bieten schon heute entsprechende Reisen an. Sie bauen vor allem auf Deutsche, die für eine eintägige Tour 1.400 Norwegische Kronen (170 Euro) zahlen sollen. Statt der üblichen Methode, die Seehunde mit Knüppeln zu erschlagen, werden die Touristen mit Gewehren auf die Jagd geschickt. (apa/red)
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