In der "Langen Nacht der Museen" öffnen 437 Ausstellungsstätten ihr Tore für Gäste
- Sämtliche Ausstellungen mit einem Ticket besuchen
- Plus: FORMAT-Guide: "Bilder, die man sehen muss"

·FORMAT: Bilder, die man sehen muss
Ihr persönlicher Guide für die "Nacht der Museen"
·Bilder vom größten Wintersportmuseum
Am 29. September eröffnet Museum in Mürzzuschlag
·Kultur-Attraktion: MuseumsQuartier!
Erfreuliche Bilanz: 2,5 Mio. BesucherInnen jährlich!
Die fünfte "Lange Nacht der Museen" in Österreich am 9. Oktober kann heuer mit insgesamt 437 teilnehmenden Museen aufwarten, 62 davon befinden sich in Wien. Wie bisher können museale Nachtschwärmer sämtliche Ausstellungen und Events einer Region von 18 Uhr bis 1 Uhr mit einem Ticket besuchen,
das gleichzeitig Fahrschein für den Shuttlebus ist.
Neben den laufenden Ausstellungen gibt es Lesungen, Vorträge und auch kuriose Events wie etwa in Salzburg die Schau "Geschichte und Geschichten vom Nachttopf". Fledermäuse erforschen kann man im Innsbrucker Schloss Ambras, und im steirischen Köflach kann man "die seltensten Beile aus aller Welt" bestaunen.
Zahl der Museen auf 437 gestiegen
Vom "Treffpunkt Museum" aus, der in jeder Landeshauptstadt eingerichtet wird, nehmen in der "Langen Nacht" nach bewährtem Modell Busse einen Shuttledienst auf, der die Besucher entlang von Routen von Museum zu Museum bringt. Tickets und Programmhefte sind ebenfalls am "Treffpunkt Museum" erhältlich. Die Zahl der beteiligten Museen ist seit Bestehen der ersten "Langen Nacht der Museen" von 100 im Jahr 2000 über 370 im Vorjahr auf nunmehr 437 gestiegen. Ein Rekord wurde im Vorjahr laut Presseunterlagen auch bei den Besuchern erzielt: 250.000 Interessierte wurden gezählt (2000 waren es 57.500 Besucher, 2001 208.000 und 2002 221.000).
Barocke Tänze im Liechtensteinmuseum
In Wien laden mit Ausnahme der Albertina, die aus "Kapazitätsgründen" nicht mitmacht, sämtliche große Häuser zum abendlichen Besuch - etwa das Liechtenstein Museum, das außer seiner Sonderschau "Mythos und Kunst" auch zu "Barocken Tänzen" und zum Konzert "A la Maresienne" bittet.
Abenteuer Reptilienzoo
In Klagenfurt gibt es neben Führungen durch das Museum Moderner Kunst Kärnten etwa auch "Abenteuer im Reptilienzoo", wobei zu jeder vollen Stunde ein "Schlangentanz im Tropenhaus" zu erleben ist. "Was Sie schon immer über Sonne, Mond und Sterne wissen wollen", ist in der Volkssternwarte Kreuzbergl zu erfahren.
NÖ ist Numer Eins
Niederösterreich liegt mit 87 Locations an der österreichweiten Spitze. Nicht uninteressant dürfte ein Blick in "Das bischöfliche Oratorium" des Diözesanmuseum St. Pölten sein. "Es besitzt eine reizvolle Ausstattung mit einer Stuckdecke aus dem frühen 18. Jahrhundert und einem barocken Kachelofen", heißt es auf der Homepage. Informativ auch die Schau "Rund ums Bierglas" im Schnaps-Glas-Museum Echsenbach. Zu einer Spezialführung durch das Haus bittet das Egon Schiele-Museum in Tulln, und das Schaukraftwerk Schwellöd in Waidhofen an der Ybbs eröffnet die "Kürbiswoche". Im Turbinenstüberl wird man mit entsprechenden Spezialitäten aus der Region bewirtet.
Klimt und Schiele in Linz
Zu den geöffneten oberösterreichischen Museen gehört das Schloßmuseum Linz, das eine Führung "Klimt, Schiele, Kokoschka, Kubin" bietet. Volkstümlicheres gibt es im Bauernmuseum Rheinthalter Osternach im Bezirk Ried im Innkreis mit der Lesung "A Dramaduriaon für de Inn- und Autseitign!". Einen "Blick hinter die Kulissen der Landesgalerie" ermöglicht die Landesgalerie am Oberösterreichischen Landesmuseum.
43 Veranstaltungsorte in Salzburg
Salzburg verzeichnet 43 Veranstaltungsorte. Zu einer "Ausstellung der besonderen Art" bittet der Freysauffkeller im K+K Restaurant am Waagplatz: "Geschichte und Geschichten vom Nachttopf". Den Besucher erwartet "ein heiterer Streifzug durch Sitten und Gebräuche unserer Vorfahren", und danach zur Mitternachtssuppe um ein Euro. Das Museum der Moderne Rupertinum lädt junge Besucher ab fünf Jahren in die "Rahmenwerkstatt" (bis 20 Uhr). Für ältere Gäste stehen dann "Musikalische Improvisationen" des Flamenco Gitarristen Carsten Scholz am Programm.
Fledermäuse in Tirol
Das Kunsthistorische Museum Schloss Ambras in Innsbruck ist einer von 50 Tiroler Locations. Dort kann man die Sonderausstellung "Herrlich wild" besuchen, oder "Fledermäuse fangen und wieder freilassen", wie es auf der Homepage heißt. Allerdings nicht bei Regen. Begleitet wird dieses Event vom Vortrag "Die nächtlichen Jäger". Nach Wattens bitten die Swarovski Kristallwelten zu "... drinnen kehrst du wie im Traume ein", und verheißen dem Besucher einen Besuch der Wunderkammern "fern des täglichen Besucherstroms". Das Skimuseum Hotel Grafenast in Schwaz veranstaltet "Skigymnastik mit Vital-Trainerin Manuela".
Thema "Stein" in Vorarlberg
Im "Ländle" Vorarlberg warten 46 Häuser auf Gäste der "Langen Nacht", darunter das Angelica-Kauffmann-Museum, wo es außer einer thematischen Führung zu Angelica Kauffmann auch eine Verköstigung mit "Schnaps und Änislöble". Das Vorarlberger Landesmuseum widmet die "Lange Nacht " dem Thema "Stein", und präsentiert nach urgeschichtlichen Methoden hergestellte Steinwerkzeuge.
"Candellight-Führungen" in Eggenberg
In der Steiermark kann man 53 Locations besuchen, davon befinden sich 28 in Graz. Neben dem Grazer Kunsthaus laden auch das Landeszeughaus und das Landesmilitärkommando zum "Exerzierschritt üben". Das Schloss Eggenberg bittet stündlich zu "Candlelight-Führungen", und im botanischen Garten außerhalb kann man an Führungen gleich "durch fünf Kontinente" teilnehmen. Absolutes must der Region: die Sonderschau im Hacken- und Holzmuseum in Köflach: "Die seltensten und interessantesten Beile aus aller Welt". Im Burgenland schließlich nehmen 17 Kulturbetriebe Teil. Als neue Teilnehmer konnten das Dorfmuseum Mönchhof, das Europäische Museum für Frieden in Stadtschlaining und das Museum Oberschützen gewonnen werden. (apa)
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