Freitag, 8. Oktober 2004

Wegweiser durch den Knödel-Kosmos: Wissenswertes über die runden Leckereien

  • Die geschmackliche Vielfalt kennt dabei keine Grenzen
  • PLUS: 3 klassische Knödel-Rezepte zum Nachkochen

Früher war er Alltagsgericht und Hauptmahlzeit, heute ist der Knödel meist nur Beilage. Dabei spielt er aber gerade in der Wild-Saison eine bedeutende Rolle. Die runde Leckerei ist schnell gemacht und äußerst variabel. Der geschmacklichen Vielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Im Kosmos der Knödel warten interessante Entdeckungen. Die Grundzutat ist meist Getreide oder Kartoffel, sonst ist die geschmackliche Vielfalt grenzenlos. Die Varianten reichen vom Semmel-, Grammel-, Leber-, Speck- , Grieß-, Schinken-, Milz-, Kartoffel- bis zum Käsknödel. Süße Varianten wie etwa Zwetschken-oder Marillen-Knödel dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Tipps & Tricks
Der Ur-Knödel ist und bleibt aber der Semmelknödel. Er ist sehr anpassungsfähig und fühlt sich sowohl geröstet mit Ei, in Schwammerl-Saucen als auch neben leckeren Braten sehr wohl. Damit der Knödel auch gut schmeckt, sollte man beim Kochen folgende Tipps beachten:
Knödel niemals kochen, sondern in leicht siedendem Wasser garziehen. Sie werden sonst zu Mus.
Außerdem empfiehlt es sich, einen Probeknödel zu kochen. Ist er zu weich, sollte man mehr Mehl in den Teig geben. Dann klappt's bestimmt.

Semmelknödel
Zutaten für etwa4-6 Personen
10 altbackene Semmeln oder Weißbrot
2 Eier
1-2 Zwiebeln
1/2 Liter lauwarme Milch
Semmelbrösel

Zubereitung:
Das Brot in kleine Würfel schneiden und mit der warmen Milch übergießen. Danach noch die Eier hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die goldbraun gebratenen Zwiebeln zufügen. Die Masse mit den Händen verkneten. Wenn die Masse noch klebt soviel Semmelbrösel dazugeben bis sich Knödel formen lassen. Falls die Masse zu fest ist, Milch dazugeben.
Danach die Knödel in siedendem Wasser köcheln bis sie oben schwimmen.

Kartoffelknödel
Zutaten
500 Gramm gekochte Kartoffeln
2 Esslöffel Kartoffelmehl
1 Ei
5 Esslöffel Paniermehl
Muskat, Salz und frisch gehackte Petersilie
etwas Butter
1-2 Zwiebeln

Zubereitung:
Die Kartoffeln zerstampfen, mit dem Mehl, dem Ei und dem Paniermehl mischen. Mit Petersilie, Muskat und Salz würzen. Die Zwiebeln hacken, andünsten und untermischen. Die Masse zu Knödeln formen, kurz ankochen und dann langsam durchziehen lassen. Insgesamt sollten die Knödel ca. 20 Minuten lang kochen.

Zwetschenknödel
Zutaten
1 altbackene Semmel
1/8 l Milch
100 Gramm Butter
2 Eigelb
250 Gramm Magertopfen
400 Gramm Mehl
750 Gramm Zwetschken
Würfelzucker
Mehl zum Ausrollen
Zimt, Zucker

Zubereitung
Die Semmel in dünne Scheiben schneiden und mit der Hälfte der Milch beträufeln. 50 g Butter schaumig rühren. Dann nacheinander die Eigelb unterrühren. Den Topfen durch ein Sieb streichen und unter die Fett--Ei-Masse ziehen. Esslöffelweise Mehl und die restliche Milch unterrühren. Teig ruhen lassen.Die gewaschenen, entkernten Zwetschen mit einem Stück Würfelzucker füllen. Den Teig mit bemehlten Händen zu einzelnen Knödel formen und mit je einer Zwetsche füllen.
5-6 Knödel in sprudelndes Salzwasser geben und in 12 Min. garen (nicht kochen).
Restliche Butter erhitzen und über die Knödel gießen. Dazu Zimt-Zucker-Mischung reichen. Guten Appetit! (red)

8.10.2004 10:53
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