Winzer in Grinzing kämpfen um Freiheit: Heurigenort fordert Loslösung von Wien
- Heurigenwirte sehen Eigenheit des Weindorfes bedroht
- Schritte zur Loslösung Grinzings werden geprüft
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Der Wiener Heurigenort Grinzing könnte sich schon bald von Wien trennen und eine eigene Gemeinde werden - zumindest wenn es nach dem Willen der "Vereinigung der Freunde Grinzings" geht.
Deren Obmann, der Heurigenwirt Franz Hengl, hat am Mittwoch in einer Aussendung entsprechende Schritte erwogen. Sollte in den nächsten Wochen kein deutliches Bekenntnis der Stadt Wien zum Dorf Grinzing erkenntlich sein, würden Schritte zur Loslösung Grinzings geprüft, hieß es.
Eigenheit Grinzings bedroht
Anlass für die Aktion ist ein Beschluss des Gemeinderates. Durch diesen sei der Umbau eines Heurigenbetriebes in ein Eigentumswohnhaus möglich geworden, kritisierte Hengl. Anstatt die Eigenheit und die Charakteristik des weltberühmten Weindorfes Grinzing "zu hegen und zu pflegen", betätige sich die regierende SPÖ als "Totengräber der letzten Grinzinger Weinhauer".
Grinzing
Geschichte Grinzings
Bis 1891 war Grinzing eine selbständige Weinhauergemeinde, seither Teil des 19. Wiener Bezirks., seit 1114 ein großes Dorf. Den Name hat es nach dem Personennamen Grinco. Durch Türken und Franzosen wurde der Ort mehrmals zerstört, im 19. Jh. wurde Grinzing zum Weinhauerdorf und Ausflugsort. Heute ist es einer der bekanntesten Heurigenorte mit Tradition. (apa/red)
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