Burgenländische Softwarefirma ETM in Konkurs: 77 Mitarbeiter sind betroffen
- Nach gescheiterten Gesprächen Insolvenz angemeldet
- Standorte Eisenstadt und Linz sollen erhalten bleiben
Das burgenländische Softwareunternehmen ETM Aktiengesellschaft musste Konkurs anmelden: Bereits vergangenen Freitag wurde der entsprechende Antrag beim Landesgericht Eisenstadt eingebracht, am Montag wurde das Verfahren eröffnet. ETM wurde 1985 gegründet und beschäftigte zuletzt 77 Mitarbeiter. Als Grund für den Konkurs werden fällig gestellte Kredite und die Verschiebung eines Großauftrages genannt.
Die Firmenleitung gehe von einer Fortführung des Unternehmens und vom vollständigen Erhalt der Arbeitsplätze aus, hieß es in einer Aussendung. Nach dem Konkurs der Schweizer Tochtergesellschaften, der Verschiebung eines Großauftrages und der Fälligstellung von Krediten habe man intensive Verhandlungen mit den Gläubigerbanken sowie dem ERP-Fonds sowie der AWS (Austria Wirtschaftsservice) geführt. Nach dem Scheitern der Gespräche sah sich der Vorstand gezwungen, Insolvenz anzumelden.
ETM, hervorgegangen aus der EDV Technik Mühlgassner, entwickelt an den beiden österreichischen Standorten in Eisenstadt und Linz das Prozessvisualisierungs- und Steuersystem PVSS und verfügt über Niederlassungen in Deutschland und den Niederlanden. PVSS wird vor allem in komplexen Automatisierungsprojekten wie bei Tunnelüberwachungen, Flughäfen, im Bereich der Umwelttechnik und bei der Energieversorgung weltweit eingesetzt.
Firmenleitung und Masseverwalter bereiteten derzeit gemeinsam mit den Eigentümern Maßnahmen vor, die eine Fortsetzung des Unternehmens sicherstellen sollen, hieß es. Das Fortführungskonzept gehe vor allem von einer Weiterentwicklung des Produkts PVSS in unverändertem Umfang sowie von einer noch stärkeren Fokussierung auf Zielbranchen aus. Die Niederlassungen seien in den letzten Monaten bereits zu Vertriebsstützpunkten umstrukturiert worden. Wichtige Kunden sowie Mitarbeiter und Management würden die bereits eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen unterstützen. (apa/red)
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