Genesis-Überreste sind in Houston: Aus- wertung der geretteten Proben beginnt
- Problematisch wird die Reinigung der Proben sein
- Raumkapsel fing drei Jahre lang Material aus dem All
·Genesis-Kapsel ist
"kein Totalverlust"
Nach Absturz schwer
beschädigt, aber Hoffnung
·Weltraum-Sonde
'Genesis' abgestürzt
NASA: Spektakuläre Einfang-Aktion gescheitert
Das Puzzle zur Entschlüsselung der Sonnenwinde kann beginnen: Tausende von Proben aus der abgestürzten Raumsonde "Genesis" trafen im Johnson Space Center in Houston ein. Es gebe keinen Zweifel daran, dass sich aus den geretteten Proben wichtige Informationen gewinnen ließen, sagte Eileen Stansbery, stellvertretende Direktorin für die Erforschung von Astromaterial. "Genesis" war Mitte September zur Erde zurückgekehrt und mit rund 320 Kilometern pro Stunde in die Wüste gestürzt, weil sich der Fallschirm nicht öffnete.
Dabei zerschellten die meisten Platten aus Silikon, Gold und Saphir, auf denen sich Milliarden Atome aus dem All befinden, die Aufschluss darüber geben sollen, wie unser Sonnensystem entstanden ist. Da einige der Scheiben bei dem Einschlag mit Schlamm, Salzen und Splittern der Kapsel verunreinigt wurden, gehe es jetzt darum, die richtigen Reinigungstechniken anzuwenden, erklärte Stansbery. Dies verzögere die Auswertung. Doch es gebe keinen Zeitdruck, die Proben stünden der Forschung für Jahrzehnte zur Verfügung.
"Genesis" war mehr als drei Jahre im All, die Sonde fing als erste Objekte ein, die von der Erde weiter entfernt waren als der Mond. Die Kosten des gesamten Projekts belaufen sich auf 260 Millionen Dollar (211 Mill. Euro). (apa/red)
Info-Link:
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