SpaceShipOne war im All: Hoffen auf das große Geschäft mit Weltalltouristen beginnt
- Für 170.000 Euro sollen Passagiere bald ins All starten
- Euphorie macht sich nach dem geglückten Flug breit
·2. "SpaceShipOne"-Flug ist geglückt!
Rennen um 10 Mio. Dollar- Preis ist damit entschieden
·100 Buchungen für Urlaub im Weltraum
Geplant: Weltraumhotels, Aufzüge in den Himmel
·Ansari X: Zweite Rakete explodiert!
Rennen um 10 Mio.-Preis fordert wieder ein Opfer
·Rakete kurz nach dem Start explodiert!
Rennen um Raumflug fordert seine ersten Opfer
Ein neues Traumschiff ist geboren - es ist klein, weiß und hat eine runde Schnauze. "SpaceShipOne" heißt das erste privat finanzierte Raumschiff, das am Montag seinen viel gefeierten zweiten erfolgreichen Weltallflug binnen fünf Tagen absolviert hat. Die Präsidentin der US-Luftfahrtbehörde, Marion Blakey, sprach von einem "historischen Ereignis", das den "Beginn des Privattransports ins Weltall" markiere. Und das kühne Zahlenschieber aufs große Geschäft hoffen lässt.
Begeistert kündigte der britische Unternehmer Richard Branson bereits vergangene Woche an, demnächst Touristen für "nur" 170.000 Euro pro Ticket ins All zu bringen. Die Reise von "SpaceShipOne" dauerte rund 90 Minuten. Vier Minuten sei er in der Schwerelosigkeit gewesen, sagte der Pilot Brian Binnie. Für ihn sei "ein Traum wahr geworden".
Abenteuerurlaub im All
Der soll nun für andere Abenteurer möglich werden, denen der Globus zu klein geworden ist. Branson will der erste Unternehmer sein, der kommerzielle Flüge in die weite Welt der Sterne anbietet. Tausende Menschen wolle er in den kommenden Jahren ins Weltall schießen, kündigte er optimistisch an. Immerhin: Im stolzen Flugpreis von 170.000 Euro soll ein Vorbereitungstraining inbegriffen sein. Bransons Fluglinie Virgin Atlantic hat bereits einen Lizenzvertrag über 20,5 Millionen Euro mit Rutans Unternehmen Mojave Aerospace Ventures abgeschlossen.
Freikarten werden verlost
Auch Marketingstrategen sehen in der privaten Raumschifffahrt ganz neue Möglichkeiten für ihre Produkte. So kündigte der Limonadenhersteller "7 Up", einer der Sponsoren des "SpaceShipOne"-Projekts, die Verlosung von Freikarten mit dem Sternenflieger an. Wann das dazugehörige Preisausschreiben starten soll, war aber noch nicht klar. Auch Branson äußerte sich zunächst nicht zu der Frage, für wann der erste Flug buchbar sein soll.
Technische Pannen beim Jungfernflug
Der Euphorie im Wüstensand von Mojave tat das keinen Abbruch, zumal bei dem Jungfernflug im Juni technische Pannen aufgetreten waren. Und von den 25 konkurrierenden Teams hat bisher keines einen Weltraumflug unternommen. Nebenbei brachte der Flug von "SpaceShipOne" dem Projektinitiator und Luftfahrtingenieur Burt Rutan auch noch den mit zehn Millionen Dollar (rund acht Millionen Euro) dotierten Forschungspreis "Ansari X" ein.
Bush gratulierte
Die Beteiligten übertrafen sich in ihren jubelnden Superlativen gegenseitig. Der US-Astronaut und Juryvorsitzende Rick Searfoss etwa sprach von einer "neuen Weltraumära". US-Präsident George W. Bush griff gleich zum Telefon, um Initiator Rutan zu gratulieren. Rutan seinerseits - erklärter Gegner der NASA und der etablierten Raumfahrtinsdustrie - spottete genüsslich über "die Boeings, die Lockheeds und die Nein-Sager in Houston", wo die NASA ihr Raumfahrtzentrum hat.
Promis an der Startbahn
Die Start- und Landebahn säumten auch zahlreiche Prominente: neben Musikproduzent Quincy Jones waren der Jazzmusiker Herbie Hancock und der Bassist/Sänger der Rockband Kiss, Gene Simmons, zu sehen. Auch der Schauspieler William Shatner, bekannt als Captain Kirk aus der Fernsehserie "Raumschiff Enterprise", gab sich die Ehre. Ob der Experte fremder Welten schon Interesse an einem Flug geäußert hat, wurde zunächst nicht bekannt. (apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Facebook10:40
Überfall nach PostingAustralien: 17-Jährige zeigte sich mit viel Geld, daraufhin folgte bewaffnete Attacke
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.

