Mittwoch, 6. Oktober 2004

Helmut Bergers Frau will die Scheidung

  • Francesca Berger, Ehefrau des Großexzentrikers Helmut Berger, meldete sich bei NEWS: Scheidung in Rom zum zehnten Hochzeitstag?

Helmut Berger und seine Ehefrau. Irgendetwas stimmt da nicht, denkt sich der Bewunderer des Filmstars. Der ist heute resche sechzig, wurde früher von Herren wie Luchino Visconti über alle Gebühr geschätzt, logiert bei Mutter Hedwig Steinberger im Salzburgischen und deklarierte sich auf Nachfrage mehrfach als geschieden. Dennoch feiert er demnächst den zehnten Hochzeitstag.

Versichert zumindest die Zugehörige, die den Jubeltag nicht so einfach unbegangen verstreichen lassen will. Und so schellte in der NEWS-Redaktion vor kurzem gebieterisch das Telefon. Kein Scherz: Am Apparat ist Francesca Berger, 44, geborene Guidato aus Tarantino und italienisches Playmate des Jahres 1980. „So etwas sagt Helmut immer“, kommt es, keinen Widerspruch duldend, aus der Leitung. „Er ist ein Lügner. Wir sind noch immer verheiratet. Jetzt fordere ich die Scheidung mit Schuldspruch für Helmut.“ Wir zögern nicht und verabreden uns mit der Dame in Rom.

Rückblende. Allseits unbestritten ist: Am 19. November 1994 ehelicht der Meister der Exzentrik Francesca Guidato. Zwei Jahre später verkündet die Ikone der fleischlichen Mannes- und Frauenlust im Interview mit dem „stern“: „Das ist alles Dreck. Ich habe nie mit ihr geschlafen. Unsere Ehe wird demnächst vom Vatikan wegen Nichtkonsumation annulliert.“

Besuch bei Signora Berger. Gegen 21.30 Uhr treffen wir im römischen Nobelviertel Badulino ein. Eine Dame, ganz in Schwarz, das Haar unter einem Kopftuch verborgen, öffnet. Die leibhaftige Frau Berger, Exmodel, Schauspielerin und gegenwärtige Kolumnistin für sehr diverse italienische Zeitungen, steht vor uns, flankiert von Tochter Elizabeth (18, nicht von ihm) plus Freundin Lucia. „Eigentlich müssten Sie doch Steinberger heißen, nach Helmuts Geburtsnamen?“ „Aber Berger ist doch viel besser. Niemand in Italien kennt einen Herrn Steinberger“, erklärt sie. Dann erzählt sie: wie sie sich als Teenager ins Kino schmuggelte, um die Jugendverbot-Filme ihres nachmaligen Helmut zu sehen. Wie sie ihn als Siebzehnjährige auf einer Party kennen lernt: „Er hat einfach meine Hand genommen und getanzt. Wir haben viele Nächte miteinander verbracht. Was war das für eine Leidenschaft! Er ist ein wahnsinnig toller Liebhaber“, rekapituliert sie händeringend. Von seiner Bisexuelität hätte sie damals nichts gewusst, und später war das für sie kein Thema mehr, denn „Aids gab es zu unserer Zeit noch nicht. Ich weiß, dass er viel weniger Sex mit Männern hatte, als er erzählt“, beruhigt sie uns sehr.

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6.10.2004 13:30