Schließungswelle bei der Post AG: Derzeit stehen 300 bis 350 Filialen vor dem Aus!
- Gewerkschaft fürchtet Abbau von 2.000 Arbeitsstellen
- Auch Verkürzung der Öffnungszeiten wurde angedacht
·Post will Pakete aufs Land verteuern
Begründung: Zunehmende
Konkurrenz am Markt
·Heftige Kritik an Post-Reform
Mödlhammer fürchtet Ver-teuerung für Zeitungen
Die Österreichische Post AG sorgt derzeit für negative Schlagzeilen am laufenden Band. Nach der geplanten Erhöhung der Paket-Tarife, droht nun eine neue Schließungswelle bei Postämtern. Im Aufsichtrat der Österreichischen Post AG ist die Schließung von 300 bis 350 Postämtern schon im September abgesegnet worden. Welche Ämter davon im Detail betroffen sind, soll bis Jahresende feststehen. Die Gewerkschaft läuft gegen die Pläne Sturm - erst vor zwei Wochen sei bekannt geworden, dass weitere 2.000 Vollzeitarbeitskräfte abgebaut werden sollen.
Obwohl es aus Unternehmenskreisen heißt, dass es im Rahmen der neuerlichen Postamtsschließungen keine Kündigungen geben soll, will die Gewerkschaft neue Personaleinschnitte verhindern. "Gegen Kündigungen werden wir uns wehren", betonte Post-Gewerkschafter Martin Palensky gegenüber der APA.
Post-Sprecher Michael Homola wollte die neuerlichen Schließungen am Freitagabend nicht bestätigten. Dass es "immer wieder Zusammenlegung (sprich Schließungen; Anm.) geben wird", sei aber klar. Die Standorte würden "permanent überprüft". Neben Schließungen überlege man aber auch eine Verkürzung der Öffnungszeiten und die Übertragung des Postdienstes an lokale Geschäfte, betonte Homola.
2002 hatte die Post - unter heftigem Protest der Gemeinden - bereits 700 Filialen geschlossen. Am Freitag hatte die Post außerdem mit neuen Tarifplänen aufhorchen lassen. Demnach könnte nach 2006 das Porto für Pakete, die aufs Land zugestellt werden, teurer werden als für die Paketzustellungen im Stadtbereich.
(apa)
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