Freitag, 8. Oktober 2004

Österreichs Wirtschaft 2003 um 0,8 Prozent
gewachsen: Erwartungen damit übertroffen

  • Verfügbares Nettoeinkommen um 2,3 Prozent gestiegen
  • Euro-12-Wirtschaft weltweit am wenigsten dynamisch

Österreichs Wirtschaft ist im Jahr 2003 nach ersten amtlichen Berechnungen der Statistik Austria mit 0,8 Prozent stärker als erwartet gewachsen. Das Österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und das Institut für Höhere Studien (IHS) sind in ihren Prognosen bisher gleichlautend von 0,7 Prozent ausgegangen. Im Jahr 2002 hat das Wachstum 1,2 Prozent betragen.

Im internationalen Vergleich lag das Wachstum knapp über dem Durchschnitt der 15 EU-Mitgliedsländer (+0,7 Prozent) bzw. gleich hoch wie das durchschnittliche Wachstum der seit 1. Mai 25-EU-Länder. Die OECD-Länder verzeichneten dagegen im Schnitt ein deutlich stärkeres Wachstum von 2,2 Prozent, teilt die Statistik Austria am Freitag mit.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2003 zu laufenden Preisen um 5,1 Mrd. Euro bzw. 2,3 Prozent auf rund 226,1 (2002: 221,0) Mrd. Euro angestiegen. 2002 lag der Anstieg bei 2,5 Prozent. Das BIP pro Einwohner betrug 27.930 Euro, eine Zunahme um 1,8 Prozent. Je Erwerbstätigen ergaben sich 65.040 Euro, ein Plus von 2,3 Prozent.

Das verfügbare Nettoeinkommen der Österreicher zu laufenden Preisen ist 2003 um 2,3 Prozent auf 188,2 Mrd. Euro gestiegen, teilt die Statistik Austria am Freitag weiter mit. Das Arbeitnehmerentgelt (das ist die Summe aller Geld- und Sachleistungen von Arbeitgebern an Arbeitnehmern), stieg um 2,2 Prozent. Die Nettolöhne und -gehälter blieben dagegen mit einem Plus von 1,7 Prozent hinter diesen Erwartungen zurück.
(apa)

8.10.2004 13:40