Neuer Kollektivvertrag für Metallarbeiter: 1. Verhandlungsrunde ohne Ergebnis
- Einheitliches Entgeltsystem für Arbeiter und Angestellte stand im Mittelpunkt der Gespräche
Die erste Kollektivvertragsrunde für rund 200.000 Metallarbeiter und Industrieangestellte ist Freitag kurz vor 17.00 Uhr erwartungsgemäß ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Am 18. Oktober werden Metaller-Chef Rudolf Nürnberger und Angestellten-Verhandler Karl Proyer mit Unternehmer-Vertreter Hermann Haslauer weiter verhandeln.
Bei den heutigen Verhandlungen ging es ausschließlich um die Angleichung von Arbeitern und Angestellten, da sei man aber von einem Ergebnis noch "weit entfernt", so eine Vertreterin der Unternehmensseite zur APA. Die Sitzung selbst habe bei gespannter Atmosphäre stattgefunden. Mit den Flexibilisierungswünschen der Unternehmen will sich die Gewerkschaft nur dann auseinander setzen, wenn auch die Beschäftigten davon profitieren. Eine Einbahnstraße lehnen die Arbeitnehmer ab.
Die Tarifverhandlungen werden heuer vor allem durch die hohe Teuerungsrate erschwert. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Ist- und der Mindestlöhne, ohne sich vorerst auf einen Prozentsatz festzulegen, allerdings müsse die Kaufkraft gesichert werden.
Der neue Kollektivvertrag soll jedenfalls per 1. November in Kraft treten und eine Laufzeit von einem Jahr haben. Traditionell hat der Metallerabschluss Signalwirkung für alle folgenden Tarifrunden.
Im Vorjahr einigten sich die Sozialpartner auf eine Erhöhung der Mindest- und der Ist-Löhne um 2,1 Prozent, mindestens aber um 35 Euro. Darüber hinaus wurde eine Verteiloption vereinbart.
(apa/red)
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