Donnerstag, 7. Oktober 2004

Wertpapiere holen auf: Österreicher setzen wieder auf bewährte Geldanlage

  • Heimischen Anlegern geht aber Sicherheit vor Risiko

Immer mehr Österreicher vertrauen bei der Veranlagung ihrer Gelder wieder Wertpapieren. In erster Linie geht den Österreichern aber nach wie vor Sicherheit vor Risiko, so das Ergebnis des aktuellen Stimmungsbarometers über beliebte Anlageformen.

Die Talsohle bei den Wertpapieren wurde demnach im ersten Quartal 2004 überwunden. Seit Ende 2003 bis zum dritten Quartal konnten Aktien in der Beliebtheit wieder deutlich zulegen und rangieren derzeit bei einem knappen Achtel der Bevölkerung als besonders interessant. Ende 2003 waren es 10 Prozent. Die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte wird zwar weiterhin von den Anlegern mit Skepsis verfolgt, trotzdem scheint das Vertrauen insbesondere bei Personen mit hoher Kaufkraft wieder langsam hergestellt, so die Marktforscher.

Grundsätzlich zeigt sich aber auch im dritten Quartal 2004 ein stabiles Bild. Die Österreicher vertrauen in erster Linie auf sichere Spar- und Anlageformen. Quer durch alle Schichten zeigt sich weiterhin die Präferenz "Absicherung vor Risiko", wenngleich alternative Investments wieder an Bedeutung gewinnen.

Ungeachtet dessen erfreuen sich die klassischen Sparformen wie Bausparen (58 Prozent), Lebensversicherung (35 Prozent) und Sparbuch (34 Prozent) ungetrübter Beliebtheit. Denn diese Anlageformen befriedigen die Grundbedürfnisse der Österreicher, was das Anlageverhalten betrifft: Absicherung bei plötzlich notwendigen Zahlungen (Sparbuch), mittelfristige Kapitalbindung inklusive staatlicher Unterstützung (Bausparen) und Eigenvorsorge (Lebensversicherung). (apa)

7.10.2004 17:33