Er steigt unaufhaltsam: Rekordpreis für Öl in New York neuerlich übertroffen
- Schuld könnte Streit nigerianischer Ölarbeiter sein
- Aber: OPEC zu Erhöhung ihrer Förderung bereit
Der Ölpreis steigt unaufhörlich weiter. Der Preis für leichtes Rohöl hat in New York erstmals die 53-Dollar-Marke erreicht. Zur Handelseröffnung wurden mit genau 53 Dollar (43,1 Euro) am Donnerstag 1,02 Dollar mehr gezahlt als zum Handelsschluss am Vorabend. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg in London zum gleichen Zeitpunkt erstmals auf über 49 Dollar, mehr als ein Dollar über dem Vortagesschluss.
Der New Yorker Ölpreis hatte zuletzt am Montagabend unter der 50-Dollar-Marke geschlossen. Die derzeitigen Werte sind die höchsten seit Beginn des Handels an den Märkten in London 1980 und New York 1983.
An den asiatischen Märkten wurde ein Barrel (159 Liter) Rohöl am Donnerstag für den Rekordpreis von 52,23 Dollar gehandelt. Damit wurde der erst am Vorabend in New York bei einem Plus von 0,93 Cent pro Barrel erzielte bisherige Höchstwert von 52,02 Dollar noch einmal übertroffen.
Leichtes Rohöl hat sich damit in den vergangenen zwölf Monaten um rund 70 Prozent verteuert. Neue Gründe für den Preisanstieg gab es nicht. Händler verwiesen auf die relativ niedrigen Vorräte in den USA sowie eine anhaltend hohe Nachfrage. Analysten halten inzwischen einen Anstieg des Preises für US-Öl bis auf 55 Dollar in diesem Jahr für möglich, einige Experten gehen sogar von bis zu 60 Dollar aus.
In London stiegen die Preise für November-Lieferungen der Nordsee- Sorte Brent zuvor um 86 Cent auf 47,99 Dollar. Einer der Gründe für den Anstieg ist ein möglicher Streit nigerianischer Ölarbeiter.
(apa/red)
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