Deutscher Automobil-Experte: Teurer Stahl wird Autopreise nach oben treiben
- Binnen eines Jahres Steigerung um 200 Euro möglich
- Heute nur noch 55 Prozent eines Autos aus Stahl
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Wegen der steigenden Stahlpreise müssen Verbraucher womöglich schon im kommenden Jahr beim Autokauf tiefer in die Tasche greifen. In ein bis zwei Jahren könnten die Preise für Pkw im Schnitt um 200 Euro höher liegen, sagte der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer am Dienstag in Bochum. Bei Kleinwagen könnten die Stahlpreise mit einem Plus von rund 100 Euro zu Buche schlagen, bei Limousinen sogar mit 300 Euro.
Im kommenden halben Jahr seien wegen der schleppenden Lage auf dem Automobilmarkt und dem hohen Wettbewerbsdruck aber noch keine Preiserhöhungen zu erwarten.
Für angeschlagene Automobilhersteller wie Volkswagen seien die steigenden Stahlpreise eine schlechte Nachricht, betonte Dudenhöffer: "Der Kostendruck wird dadurch deutlich höher." Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor hatte zuvor angekündigt, seine Preise für viele seiner Kunden ab Jänner um wenigstens 20 Prozent zu erhöhen. Die Autoindustrie ist einer der größten Abnehmer von Stahl.
Die Hersteller bemühen sich daher seit Jahren, Stahl durch günstigere Kunststoffe zu ersetzen. Nach Dudenhöffers Angaben macht Stahl heute noch 55 Prozent am Gewicht eines Autos aus, der Rest sind Kunststoffe, Aluminium und andere Metalle. Anfang der 70er Jahre waren es dagegen noch 75 Prozent. (apa)
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