Karstadt: Gewerkschaft bietet Rettungsplan gegen Beschäftigungspakt
- Verzicht auf übertarifliche Leistungen angeboten
- Verkauf der 77 kleineren Karstadt-Häuser umstritten
·Quelle Österreich nicht betroffen
Vorstand: Turbulenzen nur bei Quelle Deutschland
·Kritik an Staatshilfe für KarstadtQuelle
Handwerkspräsident nennt
Unterstützung "skandalös"
·Sanierungskurs bei KarstadtQuelle hart
Dritter Chef in vier Jahren muss Ruder herumreißen
Zur Rettung des Handelskonzerns KarstadtQuelle bieten Belegschaft und Gewerkschaft Verdi nach neuesten Informationen einen eigenen Rettungsplan an. Als Gegenleistung für Zugeständnisse erwarteten Betriebsrat und Gewerkschaft einen Beschäftigungspakt. Es sei bereits sicher, dass die Beschäftigten auf übertarifliche Leistungen, unter anderem bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld, verzichten müssen.
Gegen den Verkauf der Logistik-Sparte gebe es keinen Widerstand. Allerdings wolle Verdi verhindern, dass die Beschäftigten künftig nach dem niedrigeren Speditionstarifvertrag bezahlt werden.
Der Karstadt-Vorstand hatte bereits Gehaltskürzungen für das Management angeboten. Umstritten sind nach "Bild"-Informationen noch der im Sanierungsplan vorgesehene Verkauf der 77 kleineren Karstadt-Häuser, der geforderte Lohnverzicht bei Mehrarbeit sowie der Verzicht auf Aushilfen im Verkauf.
Belegschaft und Gewerkschaft wehren sich demnach weiterhin entschieden gegen betriebsbedingte Kündigungen, die Ausgliederung des Restaurantpersonal und Bezahlung nach niedrigerem Gastronomietarif, den geforderten Verzicht auf fünf Tage Urlaub sowie die Schließung von zehn großen Warenhäusern und vier Sportfilialen. Details des Belegschaftsplans sollen am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main vorgestellt werden. (apa/red)
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