WM-Qualifikation in weite Ferne gerückt: Österreich unterliegt Polen daheim mit 1:3
- Krzynowek & Co in flotter Partie effizienter & glücklicher
- Am Mittwoch in Nordirland Chance auf Rehabilitation
·Durchklicken: So verlor das ÖFB-Team
Abgebrühte Polen siegen gegen Krankls Elf mit 3:1
·Durchklicken: So spielt Österreich!!!
Diese Elf soll für die drei Punkte in Belfast sorgen!
·ALLE REAKTIONEN zu Österreich-Polen
Krankl: "Mannschaft hat die
Niederlage nicht verdient"
·WM-Quali: Übersicht zu Österreichs Gruppe
Alle Ergebnisse und die große Abschluss-Tabelle
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
·Fahren wir zur WM 2006 in Deutschland?
Abstimmen: Packt unser Team noch die Quali?
·DISKUSSION: Wer ist Ihr WM-Favorit?
Was schafft Deutschland? Holt Brasilien den Titel?
·Der große Rückblick
auf die WM-Quali 2006
Alle Spiele, Ergebnisse
& qualifizierten Nationen
Österreichs Fußball-Nationalteam hat am Samstag in der WM-Qualifikation einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Im dritten Spiel der Gruppe 6 musste sich das ÖFB-Team im ausverkauften Happel-Stadion den effizienten und glücklicheren Polen 1:3 (1:1) geschlagen geben, nach den vielversprechenden Auftaktresultaten gegen England (2:2) und Aserbaidschan (2:0) ist Österreich damit auf Rang drei der Tabelle zurückgefallen. Bereits am Mittwoch geht die Quali-Kampagne mit dem Auswärtsspiel in Nordirland weiter.
46.100 Zuschauer sahen in einer vor der Pause flotten Begegnung die frühe Gäste-Führung durch Kaluzny (10.), dem verdienten Ausgleich durch Schopp (30.) folgten im Finish die entscheidenden Gegentreffer durch einen Freistoß von Krzynowek (78.) und "Joker" Frankowski (90.). Polen beendete die Partie nach Gelb-Rot für Radomski (87.) mit nur zehn Mann.
Die Anfangsminuten waren bei toller Atmosphäre im Wiener Prater von viel Tempo und Hektik, vielen kleinen Fouls und der Riesenchance der Österreicher auf das frühe Tor geprägt. Nach Freistoß-Flanke von Ivanschitz verlängerte Vastic bei seinem Comeback (erstes Länderspiel seit 7. September 2002) den Ball mit dem Hinterkopf Richtung Tor, doch Dudek lenkte das Leder mit einem tollen Reflex an die linke Stange.
Die Polen hatten beim ersten Pflichtspielduell der beiden Nationen gleich bei ihrer ersten Möglichkeit mehr Glück. Manninger wehrte einen gefährlich Richtung Tor gezirkelten Freistoß von Zurawski unglücklich genau vor die Füße von Kaluzny ab und der Leverkusen-Reservist staubte aus kurzer Distanz ab (10.).
Mit dem zwölften Mann im Rücken zeigte sich die Krankl-Truppe vom bitteren Gegentreffer unbeeindruckt und machte Dampf. In der 19. Minute verhinderte Dudek nach Schopp-Hereingabe und verunglücktem Hajto-Rettungsversuch gegen Vastic mit einer Faustabwehr ein Eigentor, nach einer halben Stunde wurde der temporeiche ÖFB-Sturmlauf, der vor allem über Kühbauer, Aufhauser und Vastic vorgetragen wurde, aber belohnt. Schopp ließ nach Aufhauser-Pass auf der rechten Seite Rzasa aussteigen und schoss durch die Beine des Liverpool-Schlussmanns zum 1:1 ein (30.).
Wenig später zog sich Haas bei einem Schuss ins Außennetz (32.) eine Oberschenkelzerrung zu, für den Sturm-Goalgetter brachte Krankl Kollmann ins Spiel. Die technisch starken Polen präsentierten sich in der sehenswerten ersten Spielhälfte über ihren Lenker und Denker Krzynowek im Konterspiel stets gefährlich, mit den scharfen Hereingaben von beiden Seiten hatte auf dem nassen Rasen vor allem der diesmal des öfteren unsichere Manninger seine Probleme. So hatte der Siena-Keeper bei Patzern nach einem Freistoß von Zurawski und einem Weitschuss von Kaluzny (jeweils 40.) Glück.
In der Pause musste Krankl die nächste verletzungsbedingte Umstellung vornehmen, denn Aufhauser zog sich ebenfalls eine Schenkelblessur zu, für den Dauerläufer des Teamchefs kam Kiesenebner. Nach dem Seitenwechsel nahm der Respekt bzw. die Angst vor dem zweiten, möglicherweise entscheidenden Gegentor zu, zudem mussten die Teams dem hohen Tempo der ersten 45 Minuten Tribut zollen.
Die Gäste bekamen das Geschehen besser in den Griff, ohne jedoch wirklich für echte Gefahr zu sorgen. Großchancen blieben nun auch auf ÖFB-Seite Mangelware, nach Vastic-Hereingabe hatte aber Standfest die Führung auf den Fuß, der Verteidiger von Meister GAK bekam den Ball jedoch nicht unter Kontrolle.
Typisch für das Spielgeschehen fiel die Entscheidung aus einer Standardsituation. Pogatetz brachte an der Strafraumgrenze Frankowski zu Fall, Regisseur Krzynowek verwandelte aus 17 Metern zum 1:2 (78.). Die Polen hatten dabei Glück, denn der Ball rutschte unter der springenden Österreich-Mauer durch und wurde noch dazu entscheidend abgefälscht. Österreich antwortete mit einem Freistoß-Kracher von Kiesenebner (78.), der jedoch vom an diesem Abend deutlich sichereren Schlussmann Dudek entschärft wurde.
Der eingewechselte Frankowski sorgte in der 90. Minute für die endgültige Entscheidung. Rund 4.000 Gäste-Anhänger bejubelten das 3:1, das der Wisla Krakau-Angreifer im zweiten Versuch sicherstellte.
Fußball-WM-Qualifikation - Gruppe 6: Österreich - Polen 1:3 (1:1)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 46.100 (ausverkauft), Schiedsrichter Lucilio Cardoso Batista/Portugal
Torfolge:
0:1 (10.) Kaluzny
1:1 (30.) Schopp
1:2 (78.) Krzynowek (Freistoß)
1:3 (90.) Frankowski
Österreich: Manninger - Standfest, Stranzl, Martin Hiden, Pogatetz - Schopp, Kühbauer, Aufhauser (46. Kiesenebner), Ivanschitz - Haas (38. Kollmann), Vastic (80. Mayrleb)
Polen: Dudek - Baszczynski, Hajto, Bak, Rzasa - Zajac (46. Kosowski), Kaluzny (72. Radomski), Mila, Krzynowek - Zurawski, Rasiak (67. Frankowski)
Gelb-Rote Karte: Radomski (87., wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: Schopp, Kiesenebner bzw. Kosowski, Krzynowek
Die besten Spieler: Kühbauer, Schopp, Vastic bzw. Dudek, Krzynowek, Zurawski
(apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Facebook10:40
Überfall nach PostingAustralien: 17-Jährige zeigte sich mit viel Geld, daraufhin folgte bewaffnete Attacke
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.
