Nach langer Grippe zwickt es jetzt im Kreuz: Maier und Co. läuft die Zeit davon
- "Suche mir immer den ungünstigsten Moment aus"
- Pepi Strobl wird vom ÖSV grünes Licht bekommen
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FIS-Vorstand gab nach dem ÖSV grünes Licht
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Beide "Elche" haben ihre Verletzungen überwunden
Auf der Straße wird Hermann Maier dank seines neuen BMW-Superflitzers künftig so flott wie noch nie unterwegs sein können. Ob und wie sehr Österreichs Ski-Superstar aber schon in zwei Wochen beim Weltcup-Auftakt in Sölden (ÖSV-Quali-Läufe für Damen und Herren am 13.10.) "angasen" kann ist offen, denn neuerdings zwickt's den Herminator mächtig im Kreuz. Pepi Strobl hingegen kann sich derzeit überhaupt sparen, die Skischuhe für Sölden einzupacken. Der "Auswanderer" hat zwar nun den slowenischen Pass, grünes Licht für den Start im grünen Dress gibt's von der FIS aber wohl erst nach der Vorstandssitzung am 12. November.
Was den Tiroler mit slowenischem Urgroßvater mächtig ärgert, weil man beim Ex-Verband ÖSV offensichtlich dagegen ist, Strobls Starterlaubnis schon davor per telefonischer Vorstandskonferenz abzusegnen. "Wenn etwas ausgemacht ist, sollte man auch dazu stehen", sagte der 30-Jährige Mittwochabend zur APA. ÖSV-Präsident und FIS-Vorstandsmitglied Peter Schröcksnadel erklärte dazu in Sölden, dass man Strobl wie ausgemacht nichts in den Weg legen werde. Von einem "Schnellschuss" halte er aber allein schon wegen der Konkurrenzsituation mit den anderen Ländern nichts. "Hätte er seinen Pass früher gehabt, hätte die FIS das auch früher behandeln können", betonte der Präsident.
Aber während Strobl auch für ein Slowenien-Debüt erst Ende November in Nordamerika ("Durch diese Geschichte jetzt bin ich noch heißer darauf, dass es losgeht") bereits voll motiviert ist, schlägt man sich bei den ÖSV-Herren mit dem Problem herum, dass 15 Mann und damit mehr als 50 Prozent des Weltcup-Kaders einen Materialwechsel vorgenommen haben. "Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns", machte Herrenchef Toni Giger bei der Kooperations-Verlängerung mit BMW in Sölden klar, dass für einige der Riesentorlauf am 24. Oktober wohl noch zu früh kommen könnte.
So wie es aussieht auch für Hermann Maier, denn der Motorrad-Invalide hat nach langer Grippe seit einer Woche nun auch noch Kreuzprobleme. "In einer Welle hat es mich zusammengestaucht und seitdem sind die Muskeln verspannt", erzählte Maier nach mehrtägiger Rehab-Ruhepause. Am Donnerstag wollte er es zwar wieder probieren, dem Weltcup-Gesamtsieger ist aber klar: "Wenn du unten ein Bein nicht richtig abbiegen kannst, setzt sich das halt nach oben ins Kreuz fort. Das zieht sich sicher noch hin. Damit werd' ich wohl oder übel leben lernen und das Beste daraus machen müssen."
Was Maier aber fast schon verzweifelt macht, ist, "dass ich mir immer den ungünstigsten Moment für so etwas aussuche". Er ist ja seit Wochen intensiv auch am Skischuh-Testen, "und bisher war einfach zu wenig Zeit, hat deshalb alles noch viel zu wenig Aussagekraft", so der 31-jährige Salzburger, der einen Wechsel von Lange auf Atomic überlegt und sich sogar vorstellen kann, Speed- und Technik-Disziplinen auf unterschiedlichen Produkten zu fahren. "Möglich ist alles, die Frage ist, ob es auch g'scheit ist." Insgesamt gab er sich schon etwas fatalistisch. "Das erste Rennen nimmt man eh nicht so ganz für voll. Ich muss insgesamt Geduld haben, halt auch Rennen als Training und Test hernehmen und auf ein Wunder hoffen."
Dass Bode Miller kommenden Winter Atomic-Teamkollege ist, regt Maier hingegen gar nicht auf. "Ich tu mir leicht. Ich war vorher Weltcupsieger und war in meiner Comeback-Saison sofort wieder Weltcupsieger, habe also alles erreicht und kann nur noch dazu gewinnen. Es sind die anderen, die sich beweisen müssen." Nichts beweisen will sich Maier mit seinem neuen BMW M5, "denn jetzt kommt eher die Zeit der Kombis und Spike-Autos". Trotzdem fasziniert ihn sein neues Geschoss, das offiziell 507 PS hat. Maier: "Wenn man die Spiegel einklappt, hat er sicher 510 PS." (apa)
