Sonntag, 10. Oktober 2004

Schwimm-Kurzbahn-WM in Indianapolis: Draxler souverän ins Kraul-Sprint-Halbfinale

  • Über 50 m Defin erreicht sie Rang 8
  • 100 Meter Brust: Jukic zieht souverän in Endlauf ein

Die Steirerin Judith Draxler hat am Sonntag bei den 7. Schwimm-Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Indianapolis über ihren Einzug in das Kraul-Sprint-Halbfinale keinen Zweifel aufkommen lassen. Die 34-Jährige legte die 50 Meter in 25,17 Sekunden zurück, womit sie bei 58 Teilnehmerinnen als Fünfte unter die Top 16 kam. Schnellste war die Niederländerin Marleen Veldhuis in 24,98. Bei ihrem 1. WM-Finale war Draxler über 50 m Delfin langsamer als in den Vorläufen - nur Rang acht.

Der Final-Einzug war aber ein schöner Erfolg für die Feldbacherin. Die US-Amerikanerin Jenny Thompson gewann in 25,89, 13/100 vor der schwedischen Weltrekordlerin Anna-Karin Kammerling. Die Australierin Lisbeth Lenton wurde Dritte (26,53).

Über 100 m Brust zog Mirna Jukic souverän in den Endlauf in der Nacht auf Montag ein, die Wienerin war in 1:07,04 Minuten die Fünftschnellste im Semifinale. In ihrem Lauf musste sich Jukic der US-Amerikanerin Amanda Beard nach Halbzeit-Führung als Zweite zwar nur um 5/100 geschlagen geben, im zweiten Halbfinal-Heat waren die Australierinnen Jade Edmistone (1:05,94) und Brooke Hanson (1:06,32) als Erste und Dritte sowie die US-Amerikanerin Tara Kirk (1:06,20) als Zweite klar schneller. Eine Medaille scheint da außer Reichweite.

Erster Weltrekord durch Australierinnen
Am Samstag hat es auch endlich den ersten Weltrekord gegeben. Die australische 4x100-m-Lagen-Staffel der Damen mit Sophie Edington, Brooke Hanson, Jessica Schipper und Lisbeth Lenton sorgte in 3:54,95 Minuten für eine neue Bestmarke, die bisher von Schweden (April 2002, 3:55,78) gehalten worden war.

Ansonsten blieben die US-Gastgeber auch ohne den verletzten Superstar Michael Phelps weiter die dominierende Nation vor rund 11.500 Zuschauern in der Halle der NBA-Basketballer der Indiana Pacers. Nach 23 von insgesamt 40 WM-Entscheidungen haben die Amerikaner 14 Gold-, sieben Silber- und fünf Bronzemedaillen gewonnen.

(apa/red)

10.10.2004 18:14