BA-CA-Trophy in Wien: Peya schafft in der Stadthalle den Sprung ins Achtelfinale
- Melzer und Gruber scheitern schon in der ersten Runde
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Jürgen Melzer ist erstmals gleich in seinem Auftakt-Match bei der BA-CA-Trophy ausgeschieden. Der 23-jährige Niederösterreicher, der in der Vorwoche in Lyon bis ins Viertelfinale vorgestoßen war, musste sich dem als Nummer drei gesetzten Deutschen Rainer Schüttler nach 1:58 Stunden mit 4:6,6:1,3:6 geschlagen geben. Bereits zuvor war Konstantin Gruber wie erwartet an Taylor Dent mit 1:6,3:6 gescheitert. Lediglich Alexander Peya sorgte mit einem 6:3,3:6,6:2 über Glenn Weiner (USA) für einen österreichischen Erfolg.
Für Jürgen Melzer war der Auftritt vor heimischem Publikum schnell wieder vorbei. Ein Break zum 2:3 entschied Satz eins zu Gunsten Schüttlers, der den Satz in der Folge ausservierte. Im zweiten Satz gelang Melzer ein Blitzstart. Mit einem Aufschlag-Game zu Null und einem Break holte er sich Selbstvertrauen und führte nach neun Minuten 3:0. Melzer spielte befreit auf und in dieser Phase sehenswertes Tennis. Nach insgesamt 66 Minuten war der Satzgleichstand hergestellt.
Schmerzen in der linken Schulter
"Der dritte Satz war durchwachsen, der Fluss war gebrochen. Hätte ich so weiter gespielt wie im zweiten Satz, dann hätte ich das gewinnen können. Das Match war von meiner Seite aus nicht gut, ich kann nur hoffen, dass es mir nächstes Jahr hier wieder besser geht", lautete die Match-Analyse Melzers, der auch nach wie vor über Schmerzen in der linken Schulter klagt. Melzer hatte Schmerztabletten eingenommen, und war dadurch während der Partie schmerzfrei.
Wenig erfolgreich verlief die erste Runde auch für Konstantin Gruber. "Ich habe den Start verpasst und unnötige Fehler gemacht. Ich habe vorher gewusst, wenn ich ein Break hinten bin, wird es schwer", sagte er nach seiner Zwei-Satz-Niederlage gegen Dent. Für den Wiener, der nur dank einer Wild Card startberechtigt war, gab es auch im zweiten Satz nicht viel zu holen. Immerhin hatte er gegen den sehr guten Aufschläger Dent zwei Breakchancen, die er aber nicht nützen können.
Peya mit versöhnlichem Abschluss
Alexander Peya hat im dritten Match eines Österreichers doch noch für einen Sieg gesorgt. Der 24-jährige Wiener besiegte den US-Amerikaner Glenn Weiner nach 1:32 Stunden mit 6:3,3:6,6:2 und steht damit erstmals in der zweiten Runde in seiner Heimatstadt. Peya trifft nun auf den Italiener Davide Sanguinetti. Im Match davor misst sich Stefan Koubek mit dem topgesetzten David Nalbandian.
"Ich bin sehr zufrieden, denn jeder hat erwartet, dass ich diese Partie gewinne", freute sich Peya, der seine "doppelte" Chance nützte: Er hat dank einer Wild Card den Sprung in den Hauptbewerb geschafft, und dann dank der Absage von Tokio-Sieger Jiri Novak mit Lucky Loser Weiner einen doch deutlich "leichteren" Gegner erhalten. Weiner liegt im Entry-Ranking als Nummer 132 sogar 14 Plätze hinter dem ÖTV-Daviscupper.
"Es war nicht einfach, denn wenn einer so gut serviert, bekommt man kaum einen Rhythmus", meinte der Wiener. Alles in allem sei er aber über die drei Sätze der konstantere und auch bessere Spieler gewesen. Der Druck sei zwar in Österreich schon um einiges größer, aber Erfolge im Heimatland zählen sicher mehr als im Ausland, ergänzte er. Nach seiner dritten Runde bei den US Open sowie dem Erstrunden-Erfolg in Wimbledon ein weiterer schöner Erfolg mit Blickrichtung Top 100.
(apa/red)
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