Aufregung um EURO 2008: "Immer noch möglich, den Austragungsort zu wechseln"
- UEFA stellt Österreich und Schweiz die Rute ins Fenster
- Blatter schaltet sich ein, Schweizer Präsident soll helfen
·Nimmt uns die UEFA
die EM wieder weg?
Verband droht Ultimatum an wg. Schweizer Stadion
·EM 2008: Zürcher Spiele in Genf/Bern?
Schweizer kämpfen mit großen Stadionproblemen
Die Aufregung um einen möglichen Entzug der Fußball-EM 2008 nimmt kein Ende. UEFA-Kommunikationsdirektor William Gaillard hat am Montag einen eher halbherzigen Beschwichtigungsversuch in Richtung Österreich und Schweiz unternommen. "Das ist keine Drohung, aber eine Warnung", meinte Gaillard über den vertraulichen Brief von UEFA-Präsident Johansson an die Verbandspräsidenten Stickler und Zloczower. Gleichzeitig stellte Gaillard den beiden Alpenländern die Rute ins Fenster: "Natürlich ist es noch immer möglich, den Austragungsort der EM 2008 zu wechseln."
In dem ominösen Brief hatte Johansson anklingen lassen, dass die Großveranstaltung im Extremfall beiden Ländern sogar weggenommen werden könnte. "Alles was wir sagen ist, dass Österreich und die Schweiz einen Vertrag unterschrieben haben und ihn auch erfüllen müssen", sagte der UEFA- Sprecher, nach dessen Angaben der europäische Fußball-Verband in Kontakt mit anderen potenziellen EM-Veranstaltern steht.
Andere Kandidaten bereits in Lauerstellung
"Die meisten der anderen Kandidaten für die EURO 2008 haben uns in den letzten sechs Monaten kontaktiert", so Gaillard und stellte den Alpenländern noch einmal die Rute ins Fenster. "Natürlich ist es noch immer möglich, den Austragungsort der EM 2008 zu wechseln. Die FIFA hat das bei der WM 1986 auch zwei Jahre vorher gemacht." Damals wurden die Titelkämpfe von Kolumbien nach Mexiko vergeben.
Kostet uns die Schweiz die EM?
Gaillard schränkte aber auch ein: "Ernsthaft denken wir darüber derzeit nicht nach, weil wir noch immer glauben, dass das Turnier wie geplant über die Bühne geht, wenn sich die Schweiz in die richtige Richtung bewegt", erklärte Gaillard. Der Schweizer Turnierdirektor Christian Mutschler war am Montag bemüht, die Gemüter zu beruhigen. "Unsere Bewerbung basierte auf acht Stadien, jetzt werden es wahrscheinlich nur sieben sein. Es ist klar, dass die UEFA da reagieren muss. Was Ticketing, Stadion-Verträge und Sicherheitskosten betrifft, sind wir auf Kurs", so Mutschler.
Unterdessen hat ein Sprecher des schottischen Verbandes Kontakte zur UEFA bestritten. In der Theorie könnten sich die "Highlander" aber eine EURO 2008 auf ihrem Boden vorstellen.
Blatter bittet Schweizer Bundespräsident um Hilfe
Der FIFA-Präsident Joseph Blatter hat den Schweizer Bundespräsident Joseph Deiss in einem Brief um seine Unterstützung für die Fußball-EM 2008 in Österreich und der Schweiz gebeten. Blatter bittet den mit ihm befreundeten Deiss, Maßnahmen zu prüfen, um dem Stadionprojekt Zürich und einer erfolgreichen Europameisterschaft zum Durchbruch zu verhelfen.
Deiss sprach am Montagmorgen unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Washington mit Blatter und sicherte diesem zu, im Rahmen seiner Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Instanzen alles dafür zu tun, damit die Euro 2008 plangemäß durchgeführt werden könne.
(apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Facebook10:40
Überfall nach PostingAustralien: 17-Jährige zeigte sich mit viel Geld, daraufhin folgte bewaffnete Attacke
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.
