Montag, 4. Oktober 2004

Neuer Sponsor für den Silberfisch: Raiffeisen greift Rogan unter die Arme

  • Vertrag läuft bis zu Sommerspielen 2008 in Peking
  • Europameister auf einer Stufe mit Lauda, Maier & Co

Raiffeisen ist der neue Sponsor von Schwimm-Ass Markus Rogan. Die Banken-Gruppe wird den Wiener bis zu Olympia 2008 in Peking unterstützen, womit bis dahin die Karriere-Fortsetzung des zweifachen Silbermedaillen-Gewinners von Athen gesichert ist. Raiffeisen-Chef Leodegar Pruschak und Rogan unterzeichneten den Kontrakt am Montag in der Wiener Raiffeisen-Zentrale. Der Doppel-Europameister steht damit auf einer Stufe mit den Größen Niki Lauda, Gerhard Berger, Thomas Muster und Hermann Maier.

Denn dieses Quartett war bzw. wird ebenfalls von Raiffeisen gesponsert, die Unterstützung Rogans ist für Pruschak eine ideale Fortsetzung dieses Unternehmenskonzepts: "Auch durch diese Einzel-Sponsorings sind wir bei den Österreichern zum beliebtesten Geldinstitut geworden, Markus Rogan wird diesen Trend noch verstärken." Denn laut einer neuen OGM-Umfrage wird der 22-Jährige als zielstrebig, erfolgsorientiert, klug, intelligent, teamfähig, kameradschaftlich und Vorbild für die Jugend angesehen.

Rogan ehren diese Komplimente, aber er sieht auch die mögliche Kehrseite. "Es ist gefährlich, wenn man so in den Himmel gelobt wird. Ich muss aufpassen, dass, wenn ich in den Spiegel schau', ich der gleiche Markus bin wie bisher. Und ich darf nicht aufs Schwimmen vergessen." Die Gefahr besteht derzeit nicht. "Ich trainier' extra viel, damit ich wieder zurückfinde. Langweilig wird mir das Training nicht, denn ich schwimm' nicht allein', hab' einen verlässlichen Schweizer Trainingspartner. Nämlich die Uhr, auf die ist Verlass."

Dass diese ihn auch die nächsten vier Jahre sportlich begleitet, sicherte Raiffeisen. Für Rogans Stiefvater und Manager Michael Schmitz ist das der wichtigste Punkt des Hauptsponsoring-Abkommens. "Dadurch ist die finanzielle Basis gegeben, um das Ziel 'Peking 2008' konzentriert und unter professionellen Bedingungen anzugehen." Für Rogan ist es die zweite Vierjahres-Periode nach dem Stipendium in Stanford. "Dieser Rhythmus prägt mich schon sehr. Aber ich plane trotzdem kurzfristig, jetzt zählt einmal nur die Wien-EM."

(apa/red)

4.10.2004 15:04