Wirtschafts-Nobelpreis vergeben: Auszeichung an US-Forscher und Norweger
- Preisträger Prescott und Kydland in den USA tätig
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Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft geht an Finn Kydland aus Norwegen und den den US-Forscher Edward Prescott. Das teilte die schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm mit. Beide Forscher sind in den USA tätig.
Die treibenden Kräfte hinter den schwankenden Konjunkturzyklen und das Design der Wirtschaftspolitik seien Schlüsselgebiete in der makroökonomischen Forschung, so die Akademie-Mitglieder in ihrer Preisbegründung. Kydland und Prescott hätten fundamentale Beiträge zu diesen wichtigen Gebieten geleistet, nicht nur hinsichtlich der makroökonomischen Analyse, sondern auch für die Praxis der Geld- und Fiskalpolitik in vielen Ländern.
Die beiden Forscher hätten unter anderem herausgefunden, dass Haushalte weniger sparen, wenn sie in Zukunft eine höhere Besteuerung ihres Einkommens erwarten, oder dass Firmen umso höhere Preise und Löhne festsetzen, je expansiver sie die Geldpolitik und je höher sie die Inflation erwarten. In ihrer "Theorie der scheinbaren Erwartungen" haben die Ausgezeichneten gezeigt, wie solche Erwartungseffekte über die zukünftige Wirtschaftspolitik ein zeitliches Konsistenzproblem hervorrufen könne.
"Kydland und Prescott's Ergebnisse bieten eine natürliche Erklärung für Ereignisse, die bis dahin als vereinzelte politische Fehler interpretiert worden sind", heißt es. Zum Beispiel, wenn Volkswirtschaften in hoher Inflation gefangen bleiben, auch wenn Preisstabilität als das vorrangige geldpolitische Ziel genannt werde. Ihre ausgezeichnete Arbeit habe die Grundlagen für ein intensives Forschungsprogramm gelegt, dass die Glaubwürdigkeit und politische Umsetzbarkeit von Wirtschaftspolitik zum Inhalt habe.
Die Forschungsarbeiten der beiden Ausgezeichneten habe auch die Theorie der Konjunkturzyklen verändert, indem sie sie mit der Theorie des Wirtschaftswachstums zusammengeführt hätten. Kydland und Prescott hätten gezeigt, dass auch Schocks auf der Angebotsseite weit reichende Konsequenzen haben könnten. Dagegen hätten frühere Forschungen Schocks auf der Nachfrageseite betont. (apa)
