Ein Schritt Richtung Frieden: Sadr-Anhänger geben in Bagdad ihre Waffen ab
- Regierung versprach den Wiederaufbau von Sadr City
- Damit sollen Wahlen im Jänner möglich werden
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Erste Schritte in Richtung Frieden sollen nächste Woche in Bagdad gesetzt werden. Die irakische Übergangsregierung einigte sich mit Anhängern des radikalen Schiiten-Predigers Moktada al-Sadr auf eine Waffenniederlegung. Fünf Tage haben Sadr-Anhänger im Bagdader Elendsviertel Sadr-City Zeit, um ihre Waffenarsenale zu leeren.
Die Entwaffnung sei Teil am Montag in Kraft tretenden Friedensabkommens, sagte der nationale Sicherheitsberater Kassim Daud am Sonntag. Die irakische Übergangsregierung wolle im Gegenzug 500 Millionen Dollar (etwa 402 Millionen Euro) in den Wiederaufbau des heruntergekommenen Stadtteils investieren. Nach dem Ankommen sollen die irakische Polizei und Armee die Kontrolle in Sadr- City übernehmen. Sie behielten sich die Unterstützung durch die US-geführten internationalen Truppen vor. Der Irak hofft, dass das Abkommen mit Al-Sadr als Vorbild für Friedensvereinbarungen in weiteren Widerstandsbastionen dient.
Die USA bemühen sich gemeinsam mit der Regierung die Zentren der Gewalt vor den für Januar geplanten Wahlen zu befrieden. Sadr-Anhänger hatten sich bei Aufständen im April und im August gegen die Regierung und die US-geführten Truppen im Land erhoben. Dabei waren hunderte Menschen ums Leben gekommen.
(apa/red)
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