Vertrauen in Regierung und Blair leidet: Jeder dritte Brite für Rücktritt des Premiers
- Befragte geben Blair aber nicht Schuld an Bigleys Tod
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Jeder dritte Brite ist laut einer von der Zeitung "Mail on Sunday" veröffentlichten Umfrage für einen Rücktritt von Premierminister Blair wegen dessen Irak-Politik. 65 Prozent der Befragten gaben jedoch an, Blair trage nicht die Schuld an der Enthauptung des im Irak entführten Briten Kenneth Bigley.
"Sie werfen der Regierung nicht den Tod Bigleys vor", erklärte das mit der Umfrage beauftragte Institut YouGov. "Blairs Problem ist das Vertrauen und das, was generell im Irak geschah."
Einer am Samstagabend veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Populus zufolge gilt Blair jedoch trotz seiner Haltung zum Irak-Krieg als glaubwürdigster unter den britischen Spitzenpolitikern. 29 Prozent der Befragten gaben an, dem Premier sei am ehesten zu trauen.
Blair hatte sich gegen die Mehrheit der Briten für einen Irak-Krieg an der Seite der USA entschieden und dabei vor allem auf die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen verwiesen. Bisher wurden im Irak jedoch keine derartigen Waffen entdeckt.
Bigley war vor wenigen Tagen von seinen Entführern im Irak getötet worden. Zuvor hatte er in Videobotschaften mehrfach an Blair appelliert, sich für sein Leben einzusetzen. Der Premier erklärte stets, seine Regierung werde nicht mit Geiselnehmern verhandeln. Blair hatte kürzlich angekündigt, bei den Parlamentswahlen im kommenden Jahr für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. (apa)
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