"profil": FPÖ-naher Verein soll Öl von Saddam Hussein bekommen haben
- Laut CIA erhielt "Irakisch-Österreichische Gesellschaft" eine Mio. Barrel. Präsident Ewald Stadler dementiert.
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Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wird die FPÖ-nahe "Irakisch-Österreichische Gesellschaft" (IRAS) laut Dokumenten des Ölministeriums in Bagdad als Empfänger von Öllieferungen geführt, die von Ex-Präsident Saddam Hussein persönlich in Auftrag gegeben wurden.
Das geht aus einem rund 1200 Seiten umfassenden Bericht des US-Geheimdienstes CIA hervor, der "profil" vorliegt. Demnach findet sich auf einer von 13 geheimen Listen, auf denen Unternehmen und Personen angeführt sind, die zwischen 1996 und 2003 von Bagdad mit Öl beliefert worden sein sollen, unter Aktenzahl M/10/68 folgender Eintrag: "The Iraqi Austrian Society (Austria) - Al Hoda Co. (UAE) - 1.000 - 1.023".
Der Eintrag bedeute, dass die IRAS zum Bezug von Öl im Umfang von einer Mio. Barrel berechtigt gewesen sei. Anschließend seien über das Unternehmen Al Hoda in den Vereinigten Arabischen Emiraten insgesamt 1023 Barrel eingelöst worden.
Der Zeitpunkt der Zuteilung erscheint plausibel. Die IRAS war im Juni 2001 von FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler gegründet worden, um laut Vereinsstatut die "kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen" zwischen dem irakischen und dem österreichischen Volk zu fördern. Mehr oder weniger gleichzeitig gelangte der Verein, der beste Beziehungen zum damaligen irakischen Vizepremier Tarek Aziz und zum damaligen Außenminister Nadji Sabri unterhielt, auf die Liste der Begünstigten.
Stadler dementiert die Ölgeschenke erhalten und diese in Geld umgewandelt zu haben. "Das wäre schön gewesen", so der FPÖ-Volksanwalt gegenüber "profil". "Ich hätte zwar kein großes Problem damit. Aber wenn es so gewesen wäre, dann würde ich jetzt das Geld auf den Tisch legen und sagen: Ich übernehme die FPÖ."
Die ganze Story lesen Sie im neuen "profil"!
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