Dienstag, 19. Oktober 2004

"Ma-on" zieht eine Spur der Verwüstung: Bereits 8 Tote durch Taifun in Japan

  • In Südasien sterben 177 Menschen bei Erdrutschen
  • "Ma-on" war stärkster Sturm in Tokio seit zehn Jahren

Wenige Wochen nach den Monsun bedingten Unwettern mit mehr als 2.000 Toten ist der Süden Asiens von neuen schweren Regenstürmen heimgesucht worden. Verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen fielen mindestens 177 Menschen zum Opfer. Im weiter nördlich gelegenen Japan riss der achte Taifun dieses Jahres mindestens sechs Menschen in den Tod.

Allein in Indien kamen nach Behördenangaben in den vergangenen drei Tagen mehr als 130 Menschen ums Leben. Im Unionsstaat Assam wurden am Sonntag weitere 33 Leichen aus den Trümmern überfluteter oder verschütteter Dörfer gezogen. Am Samstag wurden dort bereits 61 Tote geborgen, 39 weitere Opfer gab es in den Staaten Gauhati und Westbengalen.

Aus Bangladesch wurden mindestens 39 Tote und hunderte Verletzte gemeldet, in Nepal kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Weite Teile im Nordosten Indiens und im Norden von Bangladesch standen unter Wasser, hunderte Dörfer waren überschwemmt. Zahlreiche Menschen wurden im Schlaf von den Fluten mitgerissen oder von Erdmassen verschüttet.

Der Taifun "Ma On" fegte am Samstag über die Ostküste Japans hinweg und brachte heftige Regenfälle mit sich, die dort ebenfalls Erdrutsche auslösten und Flüsse übers Ufer treten ließen. Nach Polizeiangaben kamen bis Sonntag sechs Menschen ums Leben. Mindestens drei wurden noch vermisst, fast 60 wurden verletzt. In einigen Regionen fiel seit Freitag fast so viel Regen wie in einem durchschnittlichen Monat Oktober insgesamt.
(apa/red)

19.10.2004 09:33