Donnerstag, 7. Oktober 2004

Bundespräsident in Rom: Fischer zieht positive Bilanz über seine Treffen

  • "Ciampi steht uns mit großer Sympathie gegenüber"
  • Gespräch mit Berlusconi "freundschaftlich & spontan"

Bundespräsident Heinz Fischer verlässt Italien mit einem guten Gefühl. Seine Gespräche mit dem italienischen Staatschef Carlo Azeglio Ciampi und Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Mittwoch in Rom seien sehr gut verlaufen. "Ciampi steht Österreich mit großer Sympathie gegenüber. Ich bin froh, dass beim Gespräch mit Ciampi auch Außenminister Franco Frattini dabei war, dessen Beiträge absolut positiv und hilfreich waren", betonte Fischer. Ein Kulturprogramm bildet den Abschluss des Besuchs.

Auch die Gespräche mit dem italienischen Kammerpräsidenten Pier Ferdinando Casini und mit den Klubobmännern, die mit der Debatte über die Verfassungsreform beschäftigt sind, seien konstruktiv gewesen, meinte Fischer. Ihm sei versichert worden, dass Südtirol von der Reform nichts zu befürchten habe.

Mit Berlusconi sei das Treffen "demonstrativ lang" gewesen. Das anderthalbstündige Gespräch am Mittwochabend sei "sehr freundschaftlich und spontan" gewesen. Die Türkei, die EU-Erweiterung, Südtirol und die Irak-Frage standen dabei im Mittelpunkt des Treffens. "Berlusconi ist temperamentvoll und offen. Das Gespräch war sehr nützlich und ich denke, dass ich mit einer guten Bilanz nach Wien zurückkehre", so Fischer.

Am Donnerstagvormittag besichtigte Fischer die Gemäldegalerie Colonna. Geplant ist auch ein Besuch der Kirche "Santi Luca e Martino" auf dem Forum Romanum und der Villa dei Quintili (Altrömische Patriziervilla) bei der Via Appia Antica. Um 14.00 Uhr ist die Rückfahrt nach Wien geplant.
(apa/red)

7.10.2004 10:21