Türkei-Beitritt zur EU: Erdogan ist "schockiert" über Skepsis in Österreich!
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Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat sich "schockiert" geäußert über die "große Skepsis", mit der Österreich den Bemühungen der Türkei um eine EU-Mitgliedschaft begegnet. "In aller Ehrlichkeit: Österreich war das Land, das mich am meisten schockiert hat", sagte Erdogan am Dienstag in Ankara, wo er eine Gruppe österreichischer Journalisten empfing.
"Ich habe überhaupt keine Skepsis erwartet", sagte der Premier. Neben den Niederlanden, Deutschland und Belgien hätte er sich erwartet, dass in Österreich das größte Verständnis für die Position der Türkei aufgebracht werde.
Angesprochen auf die ablehnende Haltung der Oppositionspartei SPÖ sagte Erdogan, es sei "natürlich, dass Regierungsparteien und Oppositionsparteien unterschiedliche Meinungen vertreten". Wenn alle Parteien die selbe Haltung einnähmen, bräuchte man keine politischen Parteien.
Der Premier betonte, in der EU könnten die Staaten gemeinsam viel Positives erreichen. "Wir können auf Frieden hin arbeiten". Bei der EU gehe es nicht um eine geografische Union, sondern "eine Union der politischen Werte". Die Europäische Union werde die wichtigste Adresse sein, an der sich die Zivilisationen begegnen.
Österreich und Türkei gemeinsam stärker
Auf die Frage, welche Botschaft er für die Türken in Österreich habe, antwortete Erdogan: "Ich sage nur eines: Österreich und die Türkei werden weit stärker sein, wenn sie zusammenarbeiten". Die beiden Länder könnten zusammenarbeiten in einer mehr globalisierten Welt, sie könnten gegen den Terrorismus kooperieren. Der türkische Premier: "Unser Ziel ist es, am selben Tisch zu sitzen." Es gehe um das gemeinsame Anliegen "die Menschheit von Problemen, von Kriegen und Tränen zu befreien".
Was die skeptische Haltung weiter Kreise in Österreich gegenüber einem EU-Beitritt der Türkei betreffe, zeigte sich Erdogan überzeugt, dass "der Verhandlungsprozess ein Prozess sein wird, in dem alle Vorurteile geklärt werden". (apa)
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