Schwere Explosionen im Irak: Autobombe und Artilleriegranate fordern mehrere Tote
- Anschlag in als sicher geltenden Bagdader Zone
- Frauen und Kinder bei US-Luftangriffen getötet
·Samarra wieder unter US-Kontrolle
125 Aufständische getötet - 80 wurden festgenommen
·Kein Ende der Gewalt im Irak
Video zeigt Enthauptung von irakischer Geisel
Eine Artilleriegranate hat im Zentrum von Bakuba einen Iraker getötet und sieben weitere verletzt. Dies berichtete die Polizei in der Stadt 60 Kilometer nördlich von Bagdad. Ein zweites Geschoss schlug in einer irakischen Kaserne ein. Unbekannte erschossen in Bakuba indes einen Polizeioffizier, als er sich auf den Weg zur Arbeit machen wollte.
Außerdem waren zwei mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge nahezu zeitgleich an zwei verschiedenen Stellen in Bagdad explodiert. Augenzeugen berichteten von Dutzenden Toten und Verletzten. Eine Autobombe detonierte in der Sadun-Straße, einer belebten Geschäftsstraße im Zentrum der irakischen Hauptstadt, die zweite vor einem Rekrutierungsbüro der irakischen Armee im Stadtviertel Mansur.
Nach einem Bericht des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera handelte es sich bei einem der Fahrzeuge um einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen. Bei dessen Explosion sollen mindestens acht Menschen getötet worden sein.
Unterdessen wurden bei Luftangriffen der US-Armee gegen mutmaßliche Terror-Stützpunkte in der Aufständischen-Hochburg Falluja fortgesetzt. Nach Krankenhausangaben wurden bei den zwei Bombardierungen insgesamt 12 Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Unter den Toten seien 2 Frauen und 6 Kinder. Zwei Häuser wurden komplett zerstört, fünf weitere beschädigt.
Das US-Militärkommando in Bagdad sprach am Montag von "Präzisionsschlägen", die sich gegen Stützpunkte des jordanischen Terroristen Abu Musab al Zarqawi gerichtet hätten. In einem der getroffenen Gebäude hätten etwa 25 Zarqawi-Leute Waffen verladen. In dem anderen hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs Führer der Organisation getroffen, um Terroranschläge zu planen. (apa/red)
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