Nach Bischof-Wechsel: Sexaffäre gab Ausschlag für Krenn-Rücktritt in St.Pölten
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Der neue Diözesanbischof von St. Pölten, Klaus Küng, sieht die Sex-Affäre im Priesterseminar als ausschlaggebend für den Rücktritt seines Vorgängers Kurt Krenn an. Befragt, ob die Sex-Affäre der letzte Tropfen in der Entwicklung gewesen sei, die zum Rücktritt Krenns geführt habe, sagte Küng in einem Radio-Interview: "Ohne Zweifel. Ich glaube, das hat letztlich den Ausschlag gegeben".
Küng erklärte im ORF-Radio auch, er wolle seine Mitbrüder nicht klassifizieren. Warum der Papst Krenn zum Rücktritt gebeten habe, müsse man den Heiligen Vater selbst fragen. "Ich glaube, es waren gesundheitliche Fragen, wobei er (Krenn, Anm.) betont, er ist ganz gesund. Ganz gesund ist er wirklich nicht". In der Diözese habe es "große Spannungen und Feindbild-Denken" gegeben.
Es sei auch das Problem entstanden, dass Krenn "bestimmten Personen, die er schon im Widerstand eingesetzt hat, total vertraute und es einfach auch nicht wahrhaben wollte, was da geschehen ist". Es habe dann auch Stellungnahmen von Krenn gegeben, "die er abgegeben hat zu Dingen, wo man sagen muss, das ist bedauerlich, da müssen wir uns entschuldigen, dass das passiert ist. Das darf nicht passieren. Wenn so was passiert, muss man sehr rasch korrigieren. Das hat schon den Ausschlag gegeben", so Küng.
Gleichzeitig konzedierte der neue St. Pöltner Diözesanbischof Krenn "intellektuelle Fähigkeiten" sowie eine "populäre Art" und das "pointierte Aussprechen" von Dingen "nicht immer zur Freude der anderen". Darauf angesprochen, dass aber Aussagen von Krenn wie "die Lügner sollen das Maul halten" oder "das geht die Bischofskonferenz überhaupt nix an" eher heftig seien, sagte Küng: "Das sind harte Bandagen. Da haben Sie schon recht. Das will ich auch nicht beschönigen. Nur glaube ich, dass er schon oft etwas gesagt hat, was einfach wahr ist". (apa)
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