"Wir lassen uns nicht länger verhöhnen": 400 Traiskirchner marschierten in Wien auf
- 21.000 Protest-Unterschriften wurden übergeben
- Reduktion auf 1000 Asylplätze lehnt Bürgermeister ab
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Länder sollen je 150 Quartiere bereit stellen
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15a-Vereinbarung
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·Asyl: Quote nur von Wien & NÖ erfüllt!
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UMFRAGE: Zuwanderer - Nutzen oder Belastung?
Rund 400 Bürger aus Traiskirchen haben am Freitagnachmittag mit ihrem Bürgermeister Fritz Knotzer (S) in der Wiener Innenstadt gegen die derzeitige Situation im Flüchtlingslager demonstriert. Mit Trillerpfeifen und Transparenten zogen sie vom Ballhausplatz zum Innenministerium. Dort wurden - in Abwesenheit von Minister Strasser - 21.000 Protest-Unterschriften übergeben.
Zu den Klängen des Radetzkymarsches spazierten die Traiskirchner durch das Regierungsviertel, denn gleich nebenan, in der Hofburg, feierte Bundespräsident Fischer seinen 66. Geburtstag. "Sofortige Aufteilung der Flüchtlinge auf ganz Österreich", "Traiskirchen braucht Zukunft" und "48 Jahre Flüchtlingslager sind genug" stand auf den Transparenten zu lesen.
Beim Innenministerium wurde ein mobiles Podium für den streitbaren Bürgermeister aufgestellt. "Massenquartiere im 3. Jahrtausend sind menschenunwürdig. Bei uns werden ja sogar die Haustiere besser untergebracht als die Asylwerber", donnerte Knotzers Stimme durch die enge Herrengasse.
Knotzer: "Es war bis jetzt noch nie notwendig auf die Straße zu gehen - aber Strasser vertröstet uns immer nur. Wir haben immer viel Toleranz bewiesen, doch jetzt lassen wir uns nicht länger verhöhnen." "Feigling! Feigling"-Sprechchöre, die an den nicht anwesenden Innenminister adressiert waren, schallten durch die Häuserschluchten.
Ein Sprecher Strassers hielt fest, "wir haben Verständnis für die Traiskirchner Bevölkerung. Wir haben auch ein gewisses Verständnis, wenn ein Bundesland die notwendigen Quartiere nicht sofort zur Verfügung stellen kann. Wir haben aber kein Verständnis, wenn ein zuständiger Landesrat die 15a-Vereinbarung einfach aus parteipolitischen Gründen nicht erfüllen will." Die Demonstration hätte daher sinnvollerweise auch nicht in Wien, sondern vor dem Büro des steirischen Soziallandesrates Kurt Flecker (S) abgehalten werden sollen.
(apa/red)
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