Doktor spritzte Frau Olivenöl: Turnusarzt in Steyr erhält dafür nur Ermahnung
- Begründung: 'War Missverständnis, keine Verwechslung'
Jener Turnusarzt, der im September einer Patientin im Landeskrankenhaus Steyr Olivenöl statt eines Antibiotikums injiziert hatte sowie die Pflegehelferin, die die Spritze aufzog, werden offiziell ermahnt.
Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) in ihrer Donnerstag-Ausgabe. Der Endbericht einer Kommission ergab, dass auf dem Nachtkästchen der 79-Jährigen nur eine Spritze gelegen hatte. "Daher war es ein Missverständnis, keine Verwechslung", so Harald Geck von der Gesundheits- und Spitals AG (gespag).
Die 79-jährige Patientin war Anfang September wegen eines Blinddarmdurchbruches im Krankenhaus. Sie sollte mit einem "Wohlfühl-Öl", das zum Großteil aus Olivenöl besteht, eingeschmiert werden. Eine Pflegehelferin zog es in einer unbeschrifteten Spritze auf und legte diese auf das Nachtkästchen. Während der Turnusarzt einen so genannten Venflon legen wollte, wurde die Helferin in ein anderes Zimmer gerufen.
Nachdem der Mediziner den Zugang gelegt hatte, nahm er die Spritze und injizierte der 79-Jährigen 14 Milliliter. Als die Pflegehelferin wieder zurückkam, sah sie die leere Spritze und informierte den Arzt. Die Patientin überlebte die Injektion ohne bleibende Schäden. Sie liegt zwar nach wie vor im Krankenhaus, allerdings wegen einer entzündeten Operationswunde.
(apa)
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