Mittwoch, 6. Oktober 2004

Rauferei mit Samuraischwert in Wien: Duell endet mit drei Schwerverletzten!

  • Hand fast abgetrennt, Rücken- und Nasenwunden
  • Drei Prügelknaben werden im Krankenhaus versorgt

Ein wilder Straßenkampf hat sich bei der Ruckergasse 52 in Wien-Meidling abgespielt: Bei einer Rauferei zog ein 22-jähriger Serbe plötzlich ein Samuraischwert. Damit wollte er auf einen 27-jährigen Landsmann losgehen, verletzte aber zunächst versehentlich seinen eigenen Vater, sagte ein Beamter des Kriminalkommissariates Süd. Dann soll er seinem ursprünglichen Kontrahenten in den Rücken gestochen haben. Als möglicher Grund für die Auseinandersetzung gilt Eifersucht.

Die Szenen, die sich gegen 11.30 Uhr abspielten, waren turbulent: Seinem Vater hackte der Hauptverdächtige fast die Hand ab, der 49-Jährige erlitt Frakturen und einen tiefen Schnitt beim Handgelenk. Auch seinen 27-Jährigen Kontrahenten dürfte er mit der Klinge schwer verletzt haben. Laut Zeugenaussagen soll er ihm einen tiefen Stich in den Rücken verpasst haben. Das Opfer rappelte sich aber wieder auf und schaffte es, sich in die Wohnung seiner Freundin zu retten, so die Polizei. Lebensgefahr bestand für beide Verletzten keine.

Wie sich das ganze genau abgespielt hat, bleibt weiterhin unklar. Alle Beteiligten befanden sich vorerst in ärztlicher Behandlung, weshalb sich die Einvernahmen verzögerten.

Bekannt wurde, dass die Frau zuvor eine Beziehung mit dem 22-Jährigen gehabt haben dürfte. Als mögliche Ursache für die Rauferei gilt daher, dass dieser seinen Konkurrenten gemeinsam mit dem Vater zur Rede stellen wollte. Im Zuge der Auseinandersetzung soll der eifersüchtige Ex-Partner dann sein Samuraischwert aus dem Auto geholt haben. Auch er wurde verletzt, laut Polizei erlitt der Mann einen Nasenbeinbruch. (apa/red)

6.10.2004 20:35