Donnerstag, 7. Oktober 2004

Bis Nachfolger bestimmt ist: Küng vorerst Bischof in Feldkrich und in St. Pölten!

  • Generalvikar führt die Geschäfte der Diözese Feldkirch
  • PLUS: Alle Infos zum neuen Oberhirten von St. Pölten!

Bischof Klaus Küng wird als Apostolischer Administrator die Diözese Feldkirch auch nach seinem Wechsel nach St. Pölten leiten, bis sein Nachfolger als Bischof bestimmt ist. Wie Donnerstag früh zu erfahren war, wird während seiner Abwesenheit Generalvikar Elmar Fischer die Geschäfte der Diözese Feldkirch führen. Küng wird heute seine Berufung zum Bischof von St. Pölten offiziell bestätigen.

Mit der Abberufung Küngs aus Feldkirch wird auch automatisch Generalvikar Fischer seines Amtes enthoben. Der Generalvikar ist als Vertreter des Bischofs der "zweite Mann" in der Diözese und wird vom Bischof selbst bestimmt. In Feldkirch soll allerdings Fischer mit einer Sondervollmacht in seiner Funktion bleiben und die Diözese führen, wenn Küng sich in St. Pölten aufhält.

Offizielle Übernahme am Freitag
Die eigentliche Amtsübernahme soll Freitag am Vormittag vollzogen werden, indem der neu ernannte Diözesanbischof Küng dem Domkapitel in St. Pölten seine Ernennungsbulle vorweist. Diese Bulle kommt aus Rom und ist vom Papst persönlich unterschrieben. Mit dem Vorweisen der Bulle geht die bischöfliche Jurisdiktion an den neuen Diözesanbischof über. Ein Termin für die feierliche Amtseinführung mit Hochamt im Dom steht noch nicht fest. Sie wird voraussichtlich an einem der kommenden Sonntage stattfinden.

Vatikan dürfte Rücktritt Faschings annehmen
Dass der Vatikan die Rücktrittsgesuche von Bischof Krenn und dessen Weihbischof Fasching gleichzeitig annehmen wird, berichtet die Kirchenzeitung von St. Pölten "Kirche bunt" in ihrer aktuellen Ausgabe. Der Weihbischof war am 24. Mai 75 Jahre alt geworden und hatte deshalb - wie es das Kirchenrecht vorsieht - seinen Rücktritt angeboten. Die Antwort aus Rom dazu stand bisher aus. Zuletzt wurde eigentlich vermutet, dass der Vatikan sich noch Zeit lassen würde, um dem neuen Bischof Küng Gelegenheit zu geben, sich unter der Anleitung eines lang gedienten Weihbischofs einzugewöhnen.

Den Posten des Generalvikars verliert Fasching mit dem Rücktritt Krenns automatisch. Jeder Bischof kann sich einen neuen Generalvikar ernennen. Ob der künftige St. Pöltner Oberhirte neuerlich einen Weihbischof bekommen wird, ist nicht bekannt.
(apa/red)

7.10.2004 11:00